BLKÖ:Markovics, Johann Nepomuk von

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 16 (1867), ab Seite: 468. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Johann Nepomuk von Markovics in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Markovics, Johann Nepomuk von|16|468|}}

Markovics, Johann Nepomuk von (ungarischer Rechtsgelehrter, geb. zu Pesth 3. April 1785, gest. zu Preßburg 4. October 1834). Sohn des Mathias Anton von M. [s. d. S. 469]; trat frühzeitig in die Studien und erlangte bereits im Jahre 1802, damals erst 17 Jahre alt, die philosophische Doctorwürde. Nachdem er die juridischen Studien beendet, wurde er Güterdirector bei Franz Grafen Wenkheim, im Jahre 1814 überzähliger Assessor, 1815 Notar, 1825 ordentlicher Assessor der königlichen Districtualtafel zu Güns. Auf diesem Posten vollendete er sein „Epitome institutionum juris privati hungarici“ (Ofen 1819; 2. Aufl. ebd. 1822), welches mit solchem Beifalle aufgenommen wurde, daß es höchsten Ortes zum Leitfaden für die Vorlesungen an allen kön. Rechtslehranstalten bestimmt wurde. Im Jahre 1829 wurde er Assessor der kön. Gerichtstafel und 1830 Präsident der juridischen Facultät. Auch erhielt er im letztgenannten Jahre von Seite der Pesther Hochschule die juridische Doctorwürde. Die ihm im Jahre 1833 verliehene Würde eines königlichen Rathes genoß er nicht lange, da er schon im nächsten Jahre, während des Landtages zu Preßburg, erst 49 Jahre alt, starb. Seine übrigen Schriften sind: „Eucharisticon etc. Leopoldo L. B. a Schaffrath etc. etc. dictum“ (1799); – „Hypomnemata de peregrinatione animalium“ (Pest. 1803, 8°.); – „Adumbratio historiae juris privati hungarici“ (Ofen 1820, 8°.). Aus seiner Ehe mit Josepha Sághy ist ein Sohn Ladislaus (geb. 1818) am Leben.

Fejér (Georgius), Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac Theresianae regiae literaria (Budae 1835, 4°.) p. 201. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 8°.) Bd. VI, S. 550.