ADB:Semler, Adam Sigmund Philipp

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Artikel „Semler, Adam Sigmund Philipp“ von Robert Eitner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 693–694, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Semler,_Adam_Sigmund_Philipp&oldid=- (Version vom 23. September 2020, 10:41 Uhr UTC)
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Semler: Adam Sigmund Philipp S., praktischer Jurist, geb. am 1. Mai 1754 zu Halle, † am 5. August 1809 zu Magdeburg. Sein Vater, Dr. Johann Salomon S., war Professor der Theologie zu Halle; die mancherlei Verdrießlichkeiten, welchen dieser bei freimüthiger Ausübung seines Berufes ausgesetzt war, veranlaßten den Sohn, statt des ursprünglich beabsichtigten Studiums der Theologie sich dem der Rechte zu widmen. Erst 15 Jahr alt besuchte er die Universität Halle, und begab sich nach vierjährigem Aufenthalte an derselben 1774 nach Göttingen. Auf ersterer hörte er vorzugsweise Nettelblatt, auf letzterer Böhmer, Pütter und Selchow. Gegen Ende des Studienjahres ernstlich erkrankt, kehrte er in’s Elternhaus zurück, in dem er fast ein Jahr blieb. 1776 ging er zur Vollendung seines Rechtsstudiums auf ein halbes Jahr nach Leipzig und trat nach bestandener Prüfung in die Praxis, da er wegen seiner schwächlichen Gesundheit dem von ihm angestrebten Lehrberufe entsagen mußte. Nachdem [694] er von 1777–84 als Referendar bei der Regierung in Magdeburg gearbeitet hatte, wurde er am 1. September letzteren Jahres Regierungsassessor dortselbst, 1787 Regierungs-Assistenz-Rath, endlich 1789 kgl. preußischer Regierungsrath, in welcher Eigenschaft er 1809 mit Tod abging. Als Schriftsteller hat S. einige kleinere, civilistische Abhandlungen und Aufsätze veröffentlicht, welche in Weidlich’s Biograph. Nachrichten und Meusel’s gelehrtem Teutschland aufgezählt sind.

Meusel a. a. O. Bd. 7, S. 465. 15, S. 45. – Weidlich a. a. O. Bd. 4, S. 195.