ADB:Heckel, Johann Christoph

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Artikel „Heckel, Johann Christoph“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 204–205, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heckel,_Johann_Christoph&oldid=- (Version vom 7. August 2020, 01:45 Uhr UTC)
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Heckel: Johann Christoph H., lutherischer Geistlicher zu Augsburg, geboren ebenda am 22. September 1747, studirte zu Jena und Altorf und stand darauf in verschiedenen Kirchen- und Schulämtern seiner Vaterstadt. Seit dem J. 1780 war er dort Prediger an der Jacobikirche, hernach (auch?) Pastor am Hospitale zum heiligen Geist; er starb am 7. (oder nach anderer Angabe am 6.) December 1798, 51 Jahre alt. H. ist Verfasser der im J. 1778 anonym zu Leipzig erschienen Schrift: „Versuch einer theologischen Encyklopädie und Methodologie“, welche insoferne Beachtung verdient, als in ihr wahrscheinlich zuerst dieser jetzt ganz übliche Doppelname für diese Wissenschaft angewandt ist, während der Name Encyklopädie für sie schon 14 Jahre früher in dem lateinisch geschriebenen Werke des reformirten Theologen Mursinna vorkommt. Nach dem Titel eines seiner übrigen Werke, „Bibel und Gesangbuch für Kinder“, darf er auch als Vorläufer derer, die auf Einführung einer sogen. Schulbibel hinarbeiten, betrachtet werden. Eine Zeit lang gab er in wöchentlichen Lieferungen nach Art einer Zeitschrift geistliche Lieder zur Erbauung heraus neben 44 eigenen, über 600 von anderen und zwar meistentheils neuere Lieder, die er auf diese Weise bekannt machte, theilweise aber auch ältere, die er dann im Geschmacke und mit dem Geschicke eines Diterich bearbeitete, um (wie Heerwagen sich bezeichnend ausdrückt) „heller und leichter zu machen, was in manchen Stellen der Gesänge dunkel und schwer zu verstehen ist.“ Eigene Lieder hat er dann auch zahlreichen anderen zur Erbauung oder zum Unterricht bestimmten Schriften, die er herausgab, einverleibt; doch sind dieselben jetzt wol völlig vergessen. Im J. 1794 gah H. mit dem Diaconus Ludwig Friedrich Krauß zu St. Ulrich in Augsburg ein „Neues Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden der freien Reichsstadt Augsburg“ heraus, eines der vielen modernisirten Kirchengesangbücher der Aufklärungszeit.

[205] Ein Verzeichniß seiner Schriften, das jedoch nicht vollständig ist, siehe bei Meusel, Lex. Bd. V. S. 270 f.; Meusel und die Neue allgemeine deutsche Bibliothek, Bd. VL., Intell.-Blatt S. 240, nennen seinen zweiten Vornamen Christian. – Heerwagen, Litteratur-Geschichte, Bd. II. S. 296 f. u. 365 f. – Richter, Lexikon geistlicher Liederdichter S. 119.