Hauptmenü öffnen

ADB:Heerwagen, Friedrich Ferdinand Traugott

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Heerwagen, Friedrich Ferdinand Traugott“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 249–250, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heerwagen,_Friedrich_Ferdinand_Traugott&oldid=- (Version vom 20. November 2019, 11:42 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Heeser, Johann
Band 11 (1880), S. 249–250 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich Ferdinand Traugott Heerwagen in der Wikipedia
GND-Nummer 130608092
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|11|249|250|Heerwagen, Friedrich Ferdinand Traugott|l. u.|ADB:Heerwagen, Friedrich Ferdinand Traugott}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=130608092}}    

Heerwagen: Friedrich Ferdinand Traugott H., geboren zu Buttenheim in Franken und gestorben im 81. Lebensjahre am 10. März 1812 als Pfarrer zu Markt Uehlfeld an der Aisch im ehemaligen Fürstenthum Bayreuth, hat sich einen gewissen Ruf erworben durch seine „Litteratur-Geschichte der geistlichen [250] Lieder und Gedichte neuer Zeit“, die zu Schweinfurt im J. 1797 in 2 Theilen erschien. Der erste Theil war unter dem Titel „Litteratur-Geschichte des evangelischen Kirchenliedes aus der alten, mittleren und neuen Zeit, insonderheit nach den neuesten Gesangbüchern u. s. f.“, schon 1792 zu Neustadt an der Aisch erschienen und erhielt dann bei Herausgabe des ganzen Werkes nur ein neues Titelblatt. Dieses Werk ist noch immer für die Geschichte der geistlichen Liederdichtung im protestantischen Deutschland in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts höchst brauchbar und kaum zu entbehren, obwol wegen der in ihm beliebten Anordnung und vor allem, weil ihm ein Register der besprochenen Dichter fehlt, nur mit großer Mühe in ihm zurechtzufinden und seine äußere Einrichtung dabei beinahe abstoßend ist. Der Verfasser bringt nämlich den eigentlichen Text seines Buches fast nur als Anmerkungen zu den Namen der Dichter oder den Titeln der Liedersammlungen, die er anführt, und dann wieder als Anmerkungen zu diesen Anmerkungen, so daß man oft kaum weiß, wie die verschiedenen einfachen und doppelten und dreifachen Sterne sich auf einander beziehen; aber seine Angaben sind größtentheils höchst verläßlich und sein Urtheil ist von seinem Standpunkte, dem der Liederverbesserer der Aufklärungszeit, aus ein zutreffendes und orientirendes. Eine Theorie der Liederveränderung gibt er im 2. Thle., S. 306 ff.

Seine übrigen Schriften, wie ein Festkatechismus (1788) u. a. (vergl. Meusel, G. T.) sind von geringer Bedeutung.