Übersicht der Märchenliteratur

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Autor: Antti Aarne
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Titel: Übersicht der Märchenliteratur
Untertitel:
aus: Folklore Fellows’ Communications No. 14
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1914
Verlag: Suomalaisen Tiedeakatemian Kustantama
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Erscheinungsort: Hamina
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Quelle: Michigan-USA*, Commons
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[I]
FF COMMUNICATIONS No. 14


ÜBERSICHT
DER
MÄRCHENLITERATUR
VON
ANTTI AARNE



HAMINA 1914,
SUOMALAISEN TIEDEAKATEMIAN KUSTANTAMA


[III]
Vorwort.

Meine Übersicht der Märchenliteratur, deren Erscheinen ich im Vorwort zu dem „Leitfaden der vergleichenden Märchenforschung“ (FFC 13) erwähnte, behandelt sowohl die ältere als auch die neuere oder volkstümliche Literatur. Letztere existiert zum Teil nur in Handschriften. Meine Übersicht beabsichtigt zunächst den jungen Forschern die erste Anleitung zum Studium der Märchenliteratur zu geben. Sie beschränkt sich auf die Darstellung der Hauptzüge und der bemerkenswerteren Erscheinungen und beansprucht keineswegs ein eingehendes und erschöpfendes Referat dieses umfangreichen Literaturzweiges zu sein. Was die älteren Erzählungssammlungen anbelangt, bemerke ich besonders, dass ich nicht ihre verschiedenen europäischen Übersetzungen aufzähle – einzelne derselben werden gewöhnlich erwähnt –. Über diese sowie über andere die Sammlungen betreffende Literatur geben die ausführlicheren literaturgeschichtlichen Werke Aufschluss. Die volkstümliche Märchenliteratur werde ich nach den Ländern ordnen und versuche, ein Gesamtbild der in verschiedenen Ländern gesammelten Märchenschätze zu geben. Von den einzelnen Werken nehme ich vor allem solche vor, welche dem Forscher ihres Inhaltsreichtums oder der mit den Märchen verbundenen vergleichenden Anmerkungen wegen von grösserem Nutzen sind. Auf vergleichende Anmerkungen werde ich aufmerksam machen, auch wenn sie anderswo als in eigentlichen Sammlungen zu finden sind. Meine Angaben über die handschriftlichen Märchenvorräte gründen sich auf Mitteilungen, die mir von [IV] einigen sachkundigen Freunden der Volksdichtung brieflich gemacht worden.

Ich übergebe meine Literaturübersicht der Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass sie ihrer Mängel ungeachtet für die Forschung nützlich sein möchte. Die Professoren J. Bolte und J. Polívka werden dem letzten Teil ihrer „Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“ ein möglichst vollständiges Verzeichnis der gedruckten Märchenliteratur folgen lassen, worauf ich schon im Voraus hinweisen will.

Durch Zusendung von Mitteilungen über handschriftliche Märchensammlungen oder auf andere Weise sind mir viele Forscher der Volksdichtung bei meiner Arbeit behülflich gewesen. Ich erwähne hier die Herren J. Bolte (Berlin), M. J. Eisen (Dorpat), Wl. Gordlevskij (Moskau), W. Hnatjuk (Lemberg), K. Krohn (Helsingfors), G. Pitré (Palermo), N. G. Polites (Athen), J. v. Sebestyén (Budapest), C. W. v. Sydow (Lund) und vor allem Herrn Doktor W. Anderson (Kasan), durch dessen Unterstützung meine Darstellung der slavischen Märchenliteratur viel gewonnen hat und Doktor H. F. Feilberg (Askov), in dessen reicher Bibliothek[WS 1] ich mich einige Wochen beschäftigt habe. Ich spreche hiermit allen meinen Mitarbeitern den innigsten Dank aus.

Berlin den 3 Januar 1914.

Antti Aarne.     
[76]
Inhalt.
Seite
Vorwort III
I. Die ältere Märchenliteratur: 1
Der Orient: Pancatantra (1), Calila und Dimna (2), Hitopadeça (3), Vetâlapañcavinçati (3), Siddhi-Kür (4), Simhâsanadvâtrinçati (5), Çukasaptati (5), Tûti-Nâmeh (6), Kathâsaritsâgara (7), Brihatkathâ (7), Die sieben weisen Meister (7), Jâtakas und Avadânas (8), Mahâbhârata und Râmâyana (9), Tausend und eine Nacht (9), Orbeliani’s georgische Sammlung (11).
Der Occident: Disciplina clericalis (12), Gesta Romanorum (12), Äsop (12), Babrios (13), Phaedrus (13), Romulus (13), Marie de France (13), Ysengrimus (13), Roman de Renart (13), Straparola’s Tredeci piacevoli notti (13), Basile’s Pentamerone (13), Charles Perrault (15), d’Aulnoy (15), Caylus (15), Musäus (15), Schwanksammlungen (15), Volksbücher (18), Märchenstoffe bei Boccaccio (18), Hans Sachs (18), F. Rabelais (19), Shakespeare (19), Saxo Grammaticus (19), in Epen (19), in der Bibel (19), Ägypten (20).
II. Die neuere oder volkstümliche Märchenliteratur: 21
Europa: bei den Deutschen (21), Schweizern (25), Holländern (27), Dänen (28), Isländern (30), Schweden (31), Norwegern (33), Engländern (Kelten) (34), Franzosen (Bretonen) (36), Spaniern (38), Basken (38), Portugiesen (39), Italienern (39), Griechen (42), Türken (44), Rumänen (44), Zigeunern (45), Magyaren (45), Tschechen und Slovaken (49), Polen (50), Kaschuben (51), Wenden (52), Serben, Kroaten, Slovenen und Bulgaren (52), Grossrussen (54), Weissrussen (56), Kleinrussen (56), Litauern (61), Letten (62), Tschuwaschen (62), finnisch-ugrischen Völkern (63), Esten (64), Lappländern (66), Finnen (66), Kaukasiern (67).
Asien 68
Afrika 71
Amerika und Australien 73
Nachwort 74

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Bibliotek