Wie schön der Frühling ist?

Textdaten
<<< >>>
Autor: Anna Nicolai
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Wie schön der Frühling ist?
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 320
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[320]
Wie schön der Frühling ist?

Wie schön der Frühling ist?
So schön, daß, wenn er grüßt die Erde kaum,
Das Herz sein ganzes Winterleid vergißt,
Wie man vergißt wohl einen schweren Traum -

5
So schön, daß uns sein erster weicher Hauch

Der Hoffnung leichte Schwingen wieder hebt,
Die aus der kargen Knospe schon am Strauch
Sich lächelnd tausend reiche Kränze webt.

Wie schnell der Frühling zieht?

10
So schnell, wie alles Schöne schwinden muß,

Schnell, wie die Jugend, wie die Liebe flieht,
Wie uns das Glück enteilt nach flücht’gem Kuß.
So schnell, daß, eh’ den trunk’nen Blick hinein
Wir tauchten in sein lichtes Blüthenmeer,

15
Die zarten sinken, und im stillen Hain

Die Nachtigall schon klagt: „Er ist nicht mehr!“

'‘'A. Nicolai.‘