Aus dem Leben eines Maultrommlers

Textdaten
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Autor: Rudolf Palm
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Titel: Aus dem Leben eines Maultrommlers
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 316–320
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Aus dem Leben eines Maultrommlers.
Von Rudolf Palm.


Die Maultrommel! – Was ist die Maultrommel? Was für ein Ding, was für ein Instrument? Ich höre dein Mißtrauen, verehrter Leser, aus dem Ton und Tempo deiner Frage. Und wenn du, um dir schnell Raths zu erholen, nach einem musikalischen Handbuch greifst und dort erfährst: „Die Maultrommel, auch Brummeisen genannt, Crembalum, besteht aus einem kleinen hufeisenförmigen Eisenrähmchen, in dem eine Stahlfederzunge steckt, welche, indem man das Instrument mit den Zähnen festhält, in Bewegung und Schwingung gesetzt wird unter gleichzeitigem Brummen oder Hauchen der Gesangstöne auf diese Feder“ – ich sage, wenn dir diese Auskunft zutheil wird, so nickst du vergnüglich vor dich hin, als hättest du dir etwas ähnliches von selbst zusammengereimt, und deine Geringschätzung für das Instrument kann sicher nicht abgeschwächt werden durch den Schlußsatz, den Dr. H. Riemann in seinem Musiklexikon der Maultrommel zum Geleite giebt: „Man trifft sie noch hier und da bei Bärenführern.“

Und dieses Instrument sollte einst nicht nur salon-, sondern sogar hoffähig gewesen und im Palaste der Tuilerien wie in den Königsgemächern zu London erklungen sein? Deutsche Dichter wie Justinus Kerner, Gustav Schwab, Wilhelm Hauff sollten dieses Instrument und seinen Spieler in Versen verherrlicht haben? Ja, das alles verhält sich so, nur tritt noch hinzu, daß Justinus Kerner selbst ein leidenschaftlicher „Maultrommler“ und dadurch die Veranlassung war, den Virtuosen, welchem diese Zeilen gewidmet sind, Karl Eulenstein, auf seine Laufbahn zu führen.

Es war in der alten Reichsstadt Heilbronn am Neckar, ums Jahr 1820 herum, da trat eines Tages, von dem benachbarten Weinsberg kommend, Dr. Justinus Kerner in einen Kaufladen, um sich ein paar Maultrommeln auszuwählen. Ein Lehrling stand dabei, ein kleines, blasses Bürschchen, das sah und hörte eifrig zu, als der Arzt und Dichter die Instrumente an den Mund nahm und flüchtig probirte. In diesem Augenblick entschied sich des Lehrlings Schicksal. Ein Künstler auf der Maultrommel werden – das schoß ihm durch Herz und Hirn. Schon früher hatte der kleine Karl Eulenstein davon gehört, daß man auf der Maultrommel auch Konzerte geben könne, allein da er nie jemand spielen hörte, der etwas auf diesem Instrumente leistete, so war ihm auch noch nie der Gedanke gekommen, sich demselben zu widmen. Die wenigen Töne, welche Kerner der schwingenden stählernen Feder entlockte, wirkten wie ein Zauber auf den Kaufmannslehrling; am nämlichen Tage kaufte er sich einige Maultrommeln in dem Geschäfte, und als er des Abends in sein Dachkämmerlein ging, probirte er von 10 bis 2 Uhr in der Nacht auf den Instrumenten und fand sie beim frühen Erwachen am andern Morgen im Bette neben sich liegen – sie hatten ihm im Schlafe sogar das Gesicht zerkratzt. Er spielte nun wieder eine Stunde im Bett und hatte die unaussprechliche Freude, schon in einer Nacht ein Stückchen spielen gelernt zu haben. Es war ein selbstkomponirter Walzer, den er nachher in allen seinen Konzerten unter dem Namen eines Trompetenwalzers, natürlich verbessert, vortrug.

Dem ungewöhnlichen Musiktalent des Knaben Eulenstein hatte bisher wahrlich kein Sonnenschein gelächelt, um es hell und freudig zur Entfaltung zu bringen.

Trauriger Roman einer Kindheit – die brave Mutter so arm, so bettelarm, die Verwandten wohlhabend, ja reich, aber so o [317] entsetzlich hartherzig! Die Wohnung der Witwe besteht aus einem einzigen Stübchen im Hause eines Schneiders. Im Chorinstitut zu Heilbronn lernt Eulenstein mit achteinhalb Jahren Singen und Violinspielen, er läuft überall hin, wo Musik zu hören ist; die Mutter holt eine seit Jahren weggepackte, vom Vater vererbte Geige hervor, zu welcher der Bogen fehlt, der jetzt gekauft wird. Der Lehrer erklärt, er habe noch nie einen für das Violinspiel so begabten Schüler gehabt; Karl spielt in den Winternächten fort, bis ihm die Finger erstarren, der frühere „Gassenjodel“ eilt in allen Freistunden nach Hause, um sich auf den Saiten zu üben. Der Mutter dämmert wohl die Hoffnung, daß ihr Sohn als ein tüchtiger Musiker dereinst ihre Stütze werden könne; allein der Onkel und Vormund, ein biederer, reichgewordener Färber in der Neckarstadt, der jeden Musikanten von vornherein für einen Faullenzer und Vagabunden hält, vertreibt ihr diese Grillen, und bei ihm ist es beschlossen, fest, unabänderlich: Karl soll Schneider werden!

Inzwischen geigte dieser fleißig fort; aber das Geigen kostet Saiten und das Geld wurde immer seltener in dem Hause, das kleine Vermögen schmolz erschreckend zusammen, trotz der größten Sparsamkeit. Auf welchen Ausweg verfiel da der Knabe? Er überredete die Mutter, ihm statt des Frühstückweckens einen Kreuzer zu geben, so daß er selbst auf dem Weg zur Schule sich ein Brötchen kaufen könne. Anstatt nun Brot zu kaufen, hungerte er bis mittags und ersparte sich auf diese Weise in sechs Tagen das Geld für eine Saite.

Als die Mutter das erfuhr, war sie bis zu Thränen gerührt und bestand darauf, daß er auf diese Art sich keine Saiten mehr erwerben durfte.

Eine fortgesetzte Reihe von Kümmernissen blieb gleichwohl der Mutter und dem Sohn nicht erspart. Um ihre Lage zu verbessern, nimmt die erstere einen Dienst an, wird Kindsfrau bei einer Familie, die früher viel ärmer war als sie selbst, aber es jetzt zu Wohlhabenheit gebracht hat. Der Knabe wird einstweilen bei dem Schneider in die Kost gegeben, für 50 Gulden jährlich. Und doch ist die Kost besser, als die Mutter sie ihm zu reichen imstande gewesen war! Nach der Konfirmation gab der Knabe sich alle Mühe, den Onkel zu überzeugen, daß er zu etwas anderem geboren sei, als zu einem Schneider; doch der Musiker wurde ihm rundweg versagt und auf einem ehrlichen Handwerk bestanden. So kam er zu einem Buchbinder in die Lehre. In einer Rumpelkammer, vollgepfropft mit Pappendeckeln und allerhand bunten Papieren, steht sein Bett; der zarte, schwächliche Junge erstickt fast unter der schweren Decke. Die Geige darf er nicht mit ins Haus bringen, doch wird ihm erlaubt, des Abends einige Stunden bei der Mutter zuzubringen, welche sich wieder ihr eigenes Stübchen gemiethet hat und jetzt für andere Leute Strümpfe strickt.

Das waren Lichtblicke in diesem Kinderleben – ein paar friedliche Stunden des Tags bei dem guten Mütterchen und ihr auf den Saiten hinhauchen, was die Kindesseele bewegte! Da waren sie glücklich und zufrieden, da spürten sie keine Noth. Und nun denke man sich ihren jähen Schmerz, als der Buchbinder kurzer Hand erklärte, er könne den Lehrjungen nicht brauchen, er sei zu schwach zu diesem Geschäft! Nach vielen Verhandlungen mit dem Onkel kam Karl noch ein halbes Jahr ins Gymnasium, das er schon früher besucht hatte, und dann in die Lehre zu einem Kaufmann … dem nämlichen, bei dem er die Bekanntschaft Justinus Kerners und der Maultrommel machen sollte. –

Sein neuer Geschäftsherr war sehr wohlwollend gegen ihn vom ersten Tag an und schenkte ihm doppelte Theilnahme, als er gehört hatte, wie musikalisch er sei; hegte er doch selbst für die edle Tonkunst eine ausgesprochene Vorliebe. Um so mehr verdarb Karl es mit der mürrischen Frau Prinzipalin, die nichts mehr haßte als Musik. Sie ließ Karls Mutter kommen und verbot ihr streng, daß ihr Sohn je eine Geige mitbringe. Man stelle sich daher das Glück des Lehrlings vor, als er ein Instrument entdeckte, das er ganz im geheimen und in jedem freien Augenblick, im Laden, im Konto, im Keller, im Holzstall, auf dem Dachboden, wo immer er allein war, spielen und üben konnte! Auch kostete eine Maultrommel nur zwei Kreuzer und brauchte keine Saiten. Bald vervollkommnete der erfinderische junge Mann das Instrument dadurch, daß er ein Stück Wachs oder Sigellack an das Ende der Zunge anklebte und es so tiefer stimmte. Durch blitzschnellen Wechsel der Maultrommeln beim Spielen vermochte er auf diese Weise in verschiedenen Tonarten zu moduliren. Aber die Sache bot noch die weiteren Vortheile, daß erstens der Ton infolge der langsameren Schwingungen bei vergrößerter Stahlzunge voller und schöner wurde und daß zweitens ihm die Maultrommeln das Gesicht nicht mehr zerkratzten.

Durch rastlose heimliche Uebung bei Tag und Nacht machte er so überraschende Fortschritte, komponirte auch viele so hübsche Stückchen, daß, als sein Geschäftsherr zufällig davon Kenntniß erhielt, er hinter dem Rücken seiner Frau einige Freunde einlud, um sie durch das Spiel des Jünglings zu erfreuen. Zunächst wollte er ihnen damit ein Räthsel aufgeben. Karl sollte im Dunkeln spielen und die Herren sollten rathen, was das für ein Instrument sei. Nur einer war eingeweiht: Dr. Justinus Kerner von Weinsberg, der den jungen Eulenstein schon zuvor einmal gehört hatte.

Die Herren lauschten verwundert, und wie groß war ihr Staunen, als Licht gebracht ward und ein halbes Dutzend Maultrommeln [318] neben dem jungen Manne auf dem Tische lag! Sie konnten es gar nicht begreifen, daß man mit einem solch unscheinbaren Instrumente solche Töne hervorzubringen vermöchte. Justinus Kerner aber überreichte, als Karl Eulenstrin ihn einige Wochen später in Weinsberg besuchte, ihm folgendes auf ihn und sein Maultrommelspiel verfaßtes Gedicht[1]:

„Kommt von Bienen, was ich höre?
0Nein, die schwärmen nicht bei Nacht!
Nun erklingt’s wie Geisterchöre
0Zarter Sylphen klar und sacht;
Nun wie Glöcklein, die im Berge
Rühren geisterhafte Zwerge.

Und aus diesen Tönen heben
0Sich Gestalten zart und klar –
Sterne – Sterne seh ich schweben,
0Zauberzeichen wunderbar;
Schaffet Licht, auf daß wir finden,
Welch ein Zauber uns will binden.

Ha! Es ist mit seinem Eisen
0Der bekannte gute Geist,
Der durch überird’sche Weisen
0Uns ins Land der Geister weist.
Doch er schweigt, und langsam wieder
Sinken wir zur Erde nieder.“

Das ist ganz der Sänger von Weinsberg, der romantische Arzt der Seherin von Prevorst, der Mann mit dem feinen Ohr für Geister- und Sphärenmusik! Der kluge kleine Karl aber behielt von diesem ersten, im Dunkeln geschehenen Auftreten für alle späteren Zeiten das bei, daß er, auf die Kraftübertragung der Sinne unter sich rechnend, die Zimmer womöglich dunkel oder dämmerig machen ließ, ehe er die zarten Klänge seiner eisernen Miniaturlyra anstimmte.

Des ehrwürdigen Meisters Gedicht machte solch tiefen Eindruck auf den Jungen, daß er damals auf dem Heimwege von Weinsberg nach Heilbronn den Entschluß faßte, sich zum berufsmäßigen Virtuosen auf diesem Instrumente auszubilden, ein Entschluß, der noch bestärkt wurde, als um jene Zeit der Maultrommelvirtuose Koch auf seinen Konzertreisen nach Heilbronn kam. Eulenstein hörte ihn und ruhte nicht, bis er nach einigen Monaten den ganzen Konzertzettel Kochs ebenfalls spielen konnte.

Eulenstein war am Schluß seiner Lehrzeit 19 Jahre alt und wollte nun seinen Plan, als Virtuose zu reisen, ausführen; allein da er gänzlich mittellos, ja selbst ohne die zu einem öffentlichen Auftreten nöthigen Kleider war, sein Onkel aber seinen Plan als abenteuerlich und unsinnig verlachte, durfte er dem Rufe der Musen einstweilen nicht folgen. Ein Verwandter in Lüneburg, ein Konditor, bot ihm zu jener Zeit an, auf vier Jahre ohne Lehrgeld bei ihm einzutreten, und da sich nichts anderes bot, reiste Eulenstein am 11. Oktober 1821 nach schwerem Abschiede von seiner Mutter ab und wanderte 18 Tage lang zu Fuß nach Lüneburg, wo er todmüde ankam, aber schon am andern Morgen um sechs Uhr in der Backstube antreten mußte. Da es gegen Weihnachten ging, blühte für den Konditor gerade das Geschäft . . . von sechs Uhr früh bis nachts elf, ja sehr oft bis zwölf und ein Uhr wurde streng gearbeitet, und vorläufig blieb unserem Kunstjünger nichts übrig, als Mandeln zu reiben und Zucker zu stoßen. Und doch vergaß er alle Tageslast und Backstubenhitze, wenn er die Maultrommel an seine Lippen setzen konnte – nach dem späten Feierabend spielte er noch jede Nacht in der Backstube, bis ihm vor Müdigkeit die Augen zufielen.

Und dennoch fand Eulenstein gerade in diesem Geschäfte den Weg zur Oeffentlichkeit. Mit der Konditorei war eine Wirthschaft mit Billard verbunden. Der aufgeweckte Karl schien dem Besitzer der richtige Mann zur höheren Kellnerei und Billardbedienung, in Abwechslung mit dem Sohne des Hauses. Oftmals am Tage mußte er jetzt den Teiglöffel weglegen, um den Gästen aufzuwarten; aber er that es gerne, forderten sie ihn doch mehr und mehr auf, ihnen etwas auf der Maultrommel vorzuspielen. Der Herr des Hauses lachte sich dazu ins Fäustchen ... das lockte die Leute her; für Karl aber hatte es den großen Vorzug, daß er viel üben und seine große Schüchternheit vor zuhörendem Publikum allmählich überwinden lernen konnte.

Der Konditor in Lüneburg, ein unternehmender Mann, faßte den Gedanken, hinter seinem Hause ein Theater zu bauen. Damit kamen Schauspieler und Musiker in die Konditorei. Einige von den letzteren machten viel Aufhebens von Eulensteins Maultrommel, und als um jene Zeit der Virtuose Kunert in Lüneburg ein Konzert gab, hieß es: Eulenstein spielt ebenso gut. Wenn aber viele das glaubten, einer wußte es besser, nämlich Eulenstein selbst, der – im Gegensatz zu so vielen jugendlichen Talenten – von frühauf jenes heilsame Mißtrauen in das eigene Können besaß, welches der Sporn und Stachel wird zu immer neuem, zähem Fleiß, unermüdlichem, rastlos ausdauerndem Studium.

Am Schluß der Lehrjahre bei dem Konditor durfte Eulenstein ein „Abschiedskonzert“ in dem Theater seines Prinzipals geben – es gingen 65 Thaler ein und er fand großen Beifall, obschon er von einer namenlosen Angst gepeinigt ward und diese ihm den zum Maultrommelspiel so nöthigen ruhigen Athem benahm.

Was Wunder, daß der junge Mann nach diesem Erfolge Muth faßte zu einer Kunstreise! Und darin erschütterte ihn nicht einmal ein Brief des Onkels aus Heilbronn, der auf die Nachricht von jenem Konzerte ihm – sicher wohlmeinend und bei tausend anderen jungen Leuten berechtigt, aber gerade diesem Talente gegenüber nicht angebracht – schrieb: „Ein wahrer Musikus, welcher Klavier spielt, den Generalbaß kann und alle Blasinstrumente spielt, kannst Du doch nie werden. Weißt Du das Sprichwort nicht: ‚viel rutschen macht böse Hosen‘ oder ein Mensch, der das zweite und dritte Handwerk ergreift, wird ein Taugenichts oder ein Bettler? Willst Du ein brauchbarer Musikantengesell (wörtlich) werden, so mußt Du Dich zu jedem Instrument gebrauchen lassen können, oder willst Du etwa ein Virtuose auf einem Instrumente werden? Wie ist das möglich und wo sind denn die reichen Musici und Virtuosen zu finden, die imstande sind, eine Mutter zu ernähren? Ich könnte Dir Dutzende von Musikanten herzählen, die ihr Leben in Jammer und Elend, Hunger und Kummer aushauchten. Musikanten, Musiker, Virtuosen und Komödianten sind alle dem Zufall unterworfen und nehmen meistens ein trauriges Ende. Darum bitte ich Dich, bleibe bei Deinem erlernten Handwerk, das einen goldenen Boden hat. Folge mir und den sachverständigen Freunden, die ich darüber gehört und die Deinen Plan herzinnig tadeln und verachten. Traue auf Gott, bete, lerne und arbeite fleißig, so wird es Dir dereinst gelingen. Das ist die wahre Gesinnung
 Deines Dich liebenden Onkels J. C. K.“

Ach, der wackere Färbermeister, dem dieser Brief im Grunde alle Ehre macht, hatte ja in manchem so recht . . . Eulenstein sollte es nur zu bald erfahren! Denn als er trotz dieser Abmahnung nun doch sich aufmachte zu seiner Kunstreise, indem er mit einem jungen Knopfmacher als Handwerksbursche die Landstraße dahinpilgerte, wollte es ihm trotz aller Anstrengungen weder in Celle, noch in Braunschweig, Göttingen, Kassel und Frankfurt gelingen, ein Konzert zustande zu bringen. Schon war er im Begriffe, sich wieder nach einer Stelle umzusehen, als ihn die Nachricht vom Tode seines Großvaters in seine Heimathstadt zurückrief. Er hatte eine Reise von 140 Stunden gemacht, ohne ein einziges Konzert! Trotzdem kam er in Heilbronn mit 11 Dukaten[2] in der Tasche an, eine für seine damaligen Verhältnisse große Summe, welche uns einen Einblick gewährt in einen hervorstechenden Zug dieses Charakterbildes: eine schier ins Unbegreifliche gehende Bedürfnißlosigkeit und damit verbundene beispiellose Sparsamkeit, vermöge deren er trotz alles zeitweisen Unglückes sich immer wieder durchkämpfte zu der Möglichkeit, den Traum srines Lebens zu verwirklichen.

Natürlich suchte er in der Heimath bald seinen alten Beschützer Dr. Justinus Kerner in Weinsberg wieder auf und erhielt von ihm einen Empfehlungsbrief nach Oehringen, der ihm der Schlüssel wurde zum Landsitz der Fürsten von Hohenlohe-Oehringen in Friedrichsruhe. Als er vormittags um 11 Uhr die Nachricht erhielt, daß er vor der Fürstin spielen dürfe, befiel ihn eine derartige Angst, daß er bis zum Abend keinen Bissen essen konnte. Am Abend ließ er beim Hereintreten in den Saal auch glücklich seinen Hut fallen, stolperte unter vielen Bücklingen nach dem Tische, wo seine Maultrommeln schon gerüstet lagen, und wie sein Spiel ausfiel, mag man daraus entnehmen, daß nach seinem eigenen Zeugniß ihm sogar einige Maultrommeln aus der Hand glitten, so groß war seine Verlegenheit.

Die Fürstin aber schien sich an dem jungen „Maultrommler“ doch weidlich ergötzt zu haben, denn nicht nur erhielt er für sein Spiel 4 Kronenthaler (etwa 181/2 Mark) nebst gnädiger Versicherung [319] des höchsten Beifalls, sondern er wurde auch noch mit einem Nachtessen bewirthet, das ihm nach dem taglangen unfreiwilligen Fasten gar herrlich mundete. Voll stolzer Hoffnungen trat er am andern Morgen ganz früh seine Reise nach Hall an, um dort ein Konzert zu versuchen; allein obschon er nach dortiger Sitte selbst mit der Einzeichnungsliste zu den ersten Familien ging und den Zweiflern an der Maultrommel gleich ein Stückchen vorspielte, kamen doch nur 50 Personen zusammen, sodaß er am andern Morgen zu Fuß die Rückreise nach Heilbronn antrat. Er war auf schwere Vorwürfe von dem Onkel vorbereitet, den er nicht zuvor um seine Meinung befragt hatte; allein zu seiner großen Ueberraschung sagte er diesmal nichts – Justinus Kerner war bei ihm gewesen und hatte ihm zugeredet, der Karl sei „ein Genie, das dürfe man nicht unterdrücken.“ Die vier mitgebrachten Kronenthaler und der fürstliche Nimbus von Friedrichsruh her thaten auch das Ihrige.

Damals traf es sich, daß ein Schwager Kerners in eigenem Wagen nach Karlsruhe reisen wollte und dem jungen Eulenstein einen Freisitz zur Mitfahrt anbot. Der Onkel willigte ein, daß mit dieser Reise der erste größere Versuch gemacht werde, ob sein Neffe mit der Musik sein Brot finde. Unterwegs machte dieser in Heidelberg die Bekanntschaft des Prinzen August von Hohenlohe-Oehringen und durch diesen die weitere eines Grafen Lean, welcher ihn einlud, ihn in Paris zu besuchen, – die erste an Eulenstein herantretende Anregung zum Besuche der französischen Weltstadt, von welcher eine flimmernde Ahnung durch seine Seele ging, er werde dort dereinst sein Glück machen!

In Karlsruhe spielte Eulenstein vor der Markgräfin Friederike in Gegenwart der Königin von Schweden mit großem Beifall, erzielte aber in seinem eigenen Konzert eine so geringe Einnahme, daß er sich nun in der großen Kunst üben mußte, von der Ehre zu leben. Auch in Pforzheim, Brüssel und Darmstadt ging es ihm schlecht, und seine Gemüthslage war tief traurig, als er endlich zu Fuß wieder durch die Thore Heilbronns einzog, statt der mitgenommenen 40 Gulden trotz äußerster Einschränkung nur noch fünf in der Tasche. Dies also war der Erfolg der ersten größeren „Kunstreise“!

Da sollte freilich Karl ernstlich die Kunst an den Nagel hängen und in die Backstube zurückkehren. Nach Stuttgart also, um eine Stelle zu suchen! Gleichwohl ging der Jüngling nicht aus seiner Vaterstadt, ohne von Dr. Kerner sich Empfehlungen an dessen Freunde nach Stuttgart verschafft zu haben. Und als das Herumsuchen bei den Konditoren nichts half, zog Eulenstein die Kernerschen Briefe hervor und spielte schon nach zwei Tagen Maultrommel in einer Gesellschaft bei dem Dichter Gustav Schwab. Ludwig Uhland und Wilhelm Hauff, sowie mehrere Musikfreunde waren dabei anwesend, und Eulenstein spielte so gut, daß aus diesem Kreise sein Name bekannt wurde und durch Freiherrn von Gemmingen eine Einladung an ihn erging, sich vor der verwitweten Königin von Württemberg in Ludwigsburg hören zu lassen. Das fiel so gut ans, daß ihm von der Königin, welche eine englische Prinzessin war, ein Empfehlungsbrief nach England in Aussicht gestellt wurde, den er später auch erhielt und benützte.

Die Versuche, vor dem König Wilhelm in Stuttgart zu spielen, wollten nicht gelingen, und da es gegen Weihnachten ging, auch der warnende Onkel sich wieder aus Heilbronn hören ließ, trat Karl bei Konditor Murschel ein, einem Manne, der ein Kunstfreund, wenn auch auf anderem Gebiete, war[3] und seinem Gehilfen gerne den Nebenverdienst mit seiner Maultrommel gestattete. Eulenstein nahm durch den doppelteu Erwerb viel Geld ein, und es ging ihm in dieser Zeit so gut, daß er hätte vollauf zufrieden sein können. Allein da machten die Poeten neue Gedichte auf seine Maultrommel, in den Zeitungen erschienen Artikel über das eigenartige Talent des jungen Mannes, und da duldete es ihn nicht länger beim Kuchenbacken. Als freier Künstler die Welt sehen, die Menschen erfreuen, entzücken durch sein Spiel, diesem Sterne wollte er folgen und sollten ihm auch noch viel tausendmal schwerere Entbehrungen und Enttäuschungen, als er sie schon erlebt, beschieden sein!

Um gefeit zu sein gegen die ärgste Noth beschloß er, wieder der äußersten Sparsamkeit treu zu bleiben, und machte gleich einen guten Anfang damit, indem er auf einer Fußwanderung nach Tübingen (34 Kilometer) im ganzen nur drei Kreuzer verzehrte. Als er aber in der Musenstadt mit seiner Schachtel gestimmter Maultrommeln den Konzertsaal betrat, da war es kein Geringerer als der bekannte Komponist der „Loreley“ und so vieler herzinniger Volkslieder, Friedrich Silcher, der ihn auf der Guitarre zu seinem Spiele begleitete.

Vom Beginn seiner Laufbahn an war es Euleusteins Klugheit, sich, wo er nur immer konnte, Empfehlungs- und Einführungsbriefe zu verschaffen und die eine Bekanntschaft aus der anderen zu entwickeln. Tübinger Studenten empfahlen ihn an Heidelberger; auch in dieser Neckarstadt fiel sein Konzert gut aus. Weniger begünstigte ihn das Glück in Mannheim und Frankfurt; dort rieth ihm Kapellmeister Strauß, nach der Schweiz zu gehen. In Basel fing er an und spielte dann in Aarau bei Zschokke. Sein Konzert in Zürich brachte ihm einen baaren Ueberschuß von zehn Louisdor. „So viel Geld für so wenig Mühe!“ rief er bei dieser Einnahme, und da leuchtete auch schon wieder der Gedanke neu in ihm auf, der ihn nicht mehr verließ: „Nach Paris!“ Der Zufall wollte es, daß er in Lausanne die Bekanntschaft eines angesehenen Pariser Musikers, des Harfenspielers Stockhausen, des Vaters von Julius Stockhausen, machte; der bestärkte ihn in seinem Plan und ward nachher in der Seinestadt sein rettender Engel.

Als Karl Eulenstein am 2. Dezember 1825 in Paris ankam – seine Baarschaft betrug 250 Franken – da pochte ihm angesichts des endlosen Häusermeers gewaltig das Herz und der Straßenlärm betäubte ihn vollständig. „Da soll man Deine Maultrammel hören?“ frug es bang in ihm, und zuletzt überkam es ihn eiskalt, er werde hier am Ende Schiffbruch leiden müssen. Zum ersten Male lernte er die riesigen Entfernungen in einer solchen Stadt, die Schwierigkeit, die Leute anzutreffen, kennen. Als er sich aufmacht mit seinen Empfehlungen, angethan mit seinen besten Kleidern, und wie er so dahingeht auf dem Boulevard, von Sorgen und Zweifeln gequält, da schlägt ein Straßenkehrer neben ihm seinen kothgefüllten Besen an einem Baume aus und die ganze Ladung trifft das jugendliche deutsche Musikantenbürschlein. Das verzweifelte schier darob, denn ein merkwürdiger Zug tritt da wiederum in diesem Lebensbilde zu Tage: kleine Widerwärtigkeiten zu ertragen, fiel ihm viel schwerer als langes Ausharren unter dem Drucke der widrigsten Umstände. Zunächst griff er zu seinem altbewährten Mittel zurück: möglichst wenig brauchen, so lange er nichts verdiente. Wohl spielte er in Familien, man bewunderte ihn; aber da es in Paris nicht Sitte war, Künstler für ihr Spiel in Gesellschaften zu bezahlen, mußte er einstweilen mit dieser Bewunderung vorliebnehmen und, um sich bekannt zu machen, weiter spielen, bis er schließlich fast vor Hunger starb. Das ist bei Eulenstein buchstäblich zu nehmen. Er aß des Mittags nur noch ein paar kleine getrocknete Fische, und erst nachdem er zwei Tage keinen Bissen mehr über die Lippen gebracht hatte, entdeckte er sich einem Freunde – eben dem braven Stockhausen, der über die Tiefe des Elends erschrak, ist das er da blickte.

Er verschaffte Eulenstein zunächst Arbeit durch Notenabschreiben; dann aber wirkte er bei seinen Schülern, meist reichen Leuten der höheren Stände, nach Kräften für ihn, und es folgte nun Einladung auf Einladung. Eine Karte wird gedruckt und das Honorar für das Spielen in Gesellschaften auf 40 Franken festgesetzt. Die Zeitungen reden von dem deutschen Maultrommelspieler, einige reißen ihre Witze über ihn, das macht aber die Leute, statt sie abzuschrecken, nur um so neugieriger. Er lernt Rossini und Paer kennen, wird von dem letzteren bei dem Herzog von Orleans, dem späteren König Louis Philipp, eingeführt, und nun kam ein großes Pariser Konzert zustande, das seinen Ruf begründete.

Von jetzt ab folgte ein gutes Konzert dem andern, eine werthvolle Bekanntschaft der andern, und endlich, nachdem er vor dem Könige der Franzosen in den Tuilerien gespielt, sollte sich das höchste Träumen des bescheidenen Jünglings erfüllen: es öffnete sich ihm auch das Schloß des Königs von England.

Nie in seinem Leben, erzählte er, war er aufgeregter als an diesem Tage – in der Verwirrung gab er dem Kutscher einen Sövereign statt eines Schillings[4], den er – glücklicher als andere [320] Englandreisende – andern Tages zurückerhielt. Um zehn Uhr fing das Hofkonzert an mit einer Ouverture von Händel. Eulenstein, schon vorher eingenommen gegen den in englischen Gesellschaften herrschenden, seinem zarten Musikinstrumente feindlichen Lärm, schaute bei dem Wettern der Blechbläser besorgt ins Nebenzimmer, wo der König weilte. Als die Reihe an ihn kam, ermunterte ihn bald der König durch ein Bravo, in das die andern einstimmten, wünschte aber, daß er sein Tischchen ganz dicht zu ihm heranrücke, und sah ihm dann genau zu bei der Behandlung der Maultrommel. Nach Beendigung des Spiels gab es ein reichliches Nachtmahl mit Weinen aus des Königs Keller, die unserem sonst so enthaltsamen Maultrommler derart mundeten, daß er – ein höchst seltener Fall in seinem Leben – am anderen Morgen nicht mehr wußte, wie er den Weg ins Bett gefunden hatte.

Als sich dann die vornehme Welt auf Reisen und in die Seebäder begab, da zog es auch unsern Freund nach Deutschland, insbesondere nach Lüneburg zurück, wo eine Maid saß, die sein Herz sich erkoren hatte und die mit stiller Treue dem Tage entgegenhoffte, da er sie zum Altare führen werde.

Nun ging es auch in die Vaterstadt Heilbronn zurück. Das dort wohnende rege Handelsvölkchen hatte auf einmal, da sein Ruhm von außen in die Heimath zurückklang, Glauben an ihn, und Hunderte strömten herbei zu seinem Konzert, während früher bei seinem dortigen Auftreten nur 20 Personen gekommen waren.

Als Eulenstein im nächsten Frühjahr abermals nach London reiste, traf ihn ein schwerer Schlag. Beim Essen brach ihm einer der Zähne aus, die er zum Maultrommelspiel brauchte, da das Instrument mit den Zähnen gehalten wird. Zwar gelang es der Kunst des berühmten Zahnarztes Cartwright, in die zurückgebliebene Wurzel einen künstlichen Zahn einzusetzen, mit dem er vorläufig noch weiter spielen konnte, doch sah Eulenstein seiner Virtuosenlaufbahn ein baldiges Ziel gesetzt, da mit falschen Zähnen kein Spiel auf diesem Instrumente möglich ist.

Es überkam ihn nun ein förmliches Fieber, die ihm noch vergönnte Zeit zu nützen und zugleich die Guitarre, die er schon in Paris neben seiner Maultrommel zu pflegen begonnen hatte, mehr zur Geltung zu bringen. Binnen kurzem wurde er auch als einer der besten Guitarrelehrer Londons bekannt und bekam so viele Schüler, daß er keine mehr annehmen konnte.

Und als nun das Unvermeidliche geschah und er den letzten Oberzahn verlor, er also der Maultrommel unwiderruflich entsagen mußte, war seine Lage hinlänglich gefestet, daß er daran denken konnte, sich dauernd in einer der englischen Städte als Lehrer niederzulassen und seinen eigenen Hausstand zu gründen. Zur Sicherheit fügte der findige Mann dem Musikunterricht noch den Sprachunterricht hinzu und schrieb eine deutsche Grammatik für Engländer, welche in der Folge sieben Auflagen erlebte und ihm von wesentlichem Nutzen ward.

*  *  *

An der Seite der braven Lüneburgerin, einer einfachen, sparsamen Hausfrau, brachte es Karl Eulenstein im Verlauf von 15 Jahren zu einem sehr ansehnlichen Vermögen; am 27. August 1847 reiste er mit drei lieben Kindern in seine Vaterstadt Heilbronn zurück, wo er sich ein Haus baute, einen Garten kaufte und ein überaus glückliches Familienleben führte. Später siedelte er nach Cilli in Steiermark über und feierte dort zu Weihnachten letzten Jahres in der Villa seiner Tochter, der Frau Heinz von Roodenfels, seinen 87. Geburtstag unter festlicher Betheiligung der ganzen dortigen Einwohnerschaft. War doch der alte freundliche Herr bekannt und beliebt bei jedermann. Man wußte von ihm, daß er die schönsten Sammlungen besaß von Muscheln, Schnecken, Versteinerungen, Vogeleiern, Schmetterlingen und Käfern.

Sein reger Geist versuchte sich in vielfachen wissenschaftlichen und technischen Beschäftigungen. So verfertigte er vorzügliche große Spiegelteleskope, mikroskopirte und schrieb, über 80 Jahre alt, noch gefällige Duette für Violine und Klavier, die viel gespielt wurden. Er dachte, frisch und munter wie er in seinen alten Tagen war, wohl hundert Jahre alt zu werden; aber seine Lebensflamme nahm doch rasch ab und erlosch im Januar dieses Jahres. Wenn man ihn von den Erlebnissen seiner musikalischen Laufbahn erzählen hörte, wie er Künstler geworden war aus eigener Kraft trotz aller Noth und Entbehrungen, so klang das wie ein Märchen aus einer verschollenen Welt; und doch hatte er Sinn und Verständniß auch dafür, was das heutige Geschlecht bewegt, wie man das zumeist bei Leuten findet, die alles aus sich selbst geworden sind.

Und auch ein Schimmer von Romantik fehlt nicht in diesem Lebensbilde. Der Großvater Eulensteins war einst in Heilbronn eingewandert als ein lustiger Musikant, im Ränzlein ein Wappen auf Pergament von der aus Meißen stammenden Familie „von Eulenstein, vormals genannt von Eulenburg“. Die Stürme des Dreißigjährigen Kriegs hatten die Burg vernichtet, ein Brand die Kirchenbücher des benachbarten Dorfes zerstört, und da die Enkel nur noch wenige Steine fanden, wo einst die Burg gestanden, nannten sie sich fortan Eulenstein und legten auch den Adel ab.




  1. Die hier mitgetheilte Fassung des Gedichtes ist diejenige, welche Kerner selbst in Eulensteins Stammbuch schrieb. Der etwas abweichende Text in der Cottaschen Ausgabe von Kerners Ausgewählten poetischen Werken beruht auf späterer Ueberarbeitung durch den Dichter.
  2. 1 Dukaten etwa = 91/2 Mark.
  3. Derselbe legte sich im Laufe der Jahre die schönste Sammlung von Porzellangegenständen aus den von Herzog Karl gegründeten Porzellanfabriken, insbesondere der Ludwigsburger, an; der württembergische Staat erwarb später diese kostbare Sammlung.
  4. Etwa 20 Mark statt einer.