Ueber den wackeren Gefreiten Stert

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Titel: Ueber den wackeren Gefreiten Stert
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aus: Die Gartenlaube, Heft 45, S. 756
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1870
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[756] Ueber den wackeren Gefreiten Stert, dessen Schicksale wir in Nr. 41 der Gartenlaube unter der Rubrik „Ein Standhafter“ geschildert haben, erhalten wir aus Potsdam neue dankenswerthe Nachricht, die gewiß viele unserer Leser interessiren wird. „Der brave Stert,“ heißt es in dem Briefe, „befindet sich seit etwa sechs Wochen in unserem Lazareth und darf wohl mit gutem Recht als genesen bezeichnet werden. Die äußeren und inneren Wunden sind völlig geheilt, und als einzige Entstellung unseres Helden präsentirt sich eine hasenschartenähnliche Narbe der Oberlippe, die jedoch fast gänzlich vom Schnurrbarte verdeckt wird. Seitdem ihm von einem hiesigen Zahnarzt ein künstlicher Gaumen mit Zähnen eingesetzt wurde, ist auch seine Aussprache wieder deutlich und gut geworden. Als Ergänzung zu Ihren sonst ganz richtigen Angaben darf ich nur noch hinzufügen, daß die feindliche Kugel sogleich durch die linke Wange das Weite gesucht hat, ferner daß Stert nach Beilegung eines oberflächlichen Verbandes noch vier Meilen zu Fuß bis Pont à Mousson zurücklegte. Laune und Muth sind trotz aller Schmerzen die vorzüglichsten und die Fähigkeit zum Küssen eine unbeschränkte geblieben.“