Hauptmenü öffnen

Topographia Franconiae: Wassertrudingen

Topographia Germaniae
Wassertrudingen (heute: Wassertrüdingen)
<<<Vorheriger
Wasingen
Nächster>>>
Wehrneck
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 102.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Wassertrüdingen in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[102]
Wassertrudingen.

Oder Wassertruchedingen / oder Truhendingen / Drucheding im Rieß / an dem Wasser Wernitz / und 4. Meylen von Onoltzbach gelegen / so / vorzeiten / den Grafen von Hohen-Truchendingen / so ihre Herrschafft an der Wernitz gehabt / gehört hat; nach deren Absterben das mehrertheil davon an die Burggraffen zu Nürnberg / und das übrige an das Closter Lanckheim kommen / da sie auch ihr Begräbnuß gehabt; wie Cyriacus Spangenberg in der Hennebergischen Chronic lib. 3. cap. 5. schreibet. Graff Ernst von Hohen-Truchedingen / hat An. 958. das reiche Benedictiner Closter Anhusen / nicht weit von dieser Stadt gelegen / gestifftet / als Bruschius de Episcopat. Germaniae, und Crusius part. 2. Annal. lib. 4. fol. 128. berichten. Hat hernach unter die Marggräffisch Brandenburgische Regierung zu Ohnspach gehört; deren auch besagte Stadt zuständig ist / als welche Fridericus IV. Burggraff zu Nürnberg / Anno 1361. (al. 1370.) von den Graffen von Hohenlohe / umb 33. tausend Pfund Heller erkaufft hat; wie bey dem Limnaeo lib. 5. de Jure publ. cap. 7. num. 12. stehet. Ein geschriebene Verzeichnuß setztet ein weil 1300. Pfund Heller / ein weil 33. tausend Pfundt / zu 120. Nürnberger 1. Pf. und auch das 1361. Jahr.

Es ist diese Stadt von dem Graffen von Oettingen umb 19000. Pf. Heller käufflich an Hohenlohe kommen; und hat hernach Anno 1371. solche Burggraff Friederich / von Gerlach und Gottfrieden von Hohenlohe erkaufft; wie Limn. tom. 4. p. 833. berichtet. Anno 1648. im Martio befanden sich allhie die Frantzös- und Schwedische Völcker / hernach aber den 21. Octobr. wieder die Schwedischen.