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Topographia Circuli Burgundici: Medenblick

Topographia Germaniae
Medenblick (heute: Medemblik)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 146.
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[146] Medenblick / Medenblicum. Ist unter den Holländischen Stäten die letzte / wann man auff die Ordnung; aber die erste / wann man auff das Alter sehen thut. Sie hat den Nahmen von dem vor Zeiten edlen Fluß Medemelacha / von dem man jetzt kein einige Anzeigung mehr hat. Ist mit sehr starcken Wällen oder Dämmen / welche dem Meer / so diesem Orth starck zusetzet / einen Widerstand thun können / versehen. Die Statt an ihr selbsten ist nicht groß; hat aber ein gutes Schloß / mit seiner Landschafft / die umb und umb voller Wiesen und Weyde / zu der Viehezucht. Es ist deß gemeinen Manns Meynung / daß der verruffene Friesen König oder Hertzog / Radboldus, so Anno 719. oder 23. gestorben / allhie Hoff gehalten habe. Siehe Zuerium, in Theatro Holl. p. 383. und C. Ens in deliciis p. 192. ligt 2. meilen von Horn; und hat einen sichern Port. Anno 1290. als die Friesen unrühig waren / und alles verwüsteten / ist auch Medenblick in die Aschen gelegt / hernach aber wider erbaut / und so bevestigt worden / daß man sie für unüberwindlich halten thut.