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Topographia Circuli Burgundici: Geervliet

Topographia Germaniae
Geervliet
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 133.
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[133] Geervliet / ist der allerältiste / und vortrefflichst Marcktfleck in gantz Holland / so vor Zeiten mit Mauren umbgeben gewesen / welche hernach durch Unglück hernieder geworffen worden seyn. Ligt in der Insel Voorn / oder Vorne; und laufft der Fluß Widela vorbey / welcher Nam so viel heissen soll / als Wiide Heela, oder latus Helius, wie Scriverius will / also / daß man den Helium, dessen Plinius lib. 4. cap. 15. gedenckt / nicht anderswo mehr suchen darff; obwolen bißhero dieser Fluß den Namen der Maas gehabt / und noch hat. Es ist aber vom besagten Scriverio, in einem Chronico, so mit Niederländischen Reimen beschrieben / in dem Leben Joan. Hannonii, im Jahr 1303. am ersten dieser Name Widela außtrucklich gefunden / und in acht genommen worden / so eines Arms vom Rhein Außgang ist: Da hergegen der Ander / dessen auch Plinius gedencket / oder alterum Rheniostium, von allen heutigs Tags Vlie, und dieselbe Gegend Vlieland genennet wird. Es ligt bey Geervliet Heenvliet / so Marckt-Freyheiten hat / und allda Jährlich ein stattlicher Roßmarckt gehalten wird / daselbsten auch deß Herrn dieses Orts / namblich Joannis Polyandri, Schloß zubesichtigen; wie hiervon mit mehrerm Marc. Zuerius Boxhornius, in seinem Theatro Holland. pag. 360. seqq. zu lesen ist.