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Topographia Germaniae
Egel
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 230.
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[230] Egel / ein Dorff / noch im Hertzogthumb Luzenburg / wie Bertelius sagt / aber an den äussersten Grentzen desselben / und nur anderthalb Meilen von der Statt Trier / bey der Mosel gelegen / so eine Pfarrkirchen dem H. Dionysio Areopagitae zu Ehren geweihet / und dieses Heiligen Hirnschalen obristen Theil hat / in welchem man ein Zeichen deß Creutzes sihet / so der H. Apostel Paulus / da er den gedachten Dionysium in Franckreich / als einen Bischoff / mit seinem Segen / sandte / ihme wunderlicher weise eingetruckt haben solle. Sonsten aber ist dieser Orth Egel / oder wie ihn Ortelius, und andere / auch die Landtafeln nennen / Igel / sehr berühmt / wegen der gewaltigen Antiquität / dergleichen disseits deß Gebürgs kein ansehenlichere seyn solle / und welche man auch den Italianern / die sonsten mit ihren alten Sachen prangen / weisen könte. Wer solche Antiquität eigentlich zu wissen begehret / der findet dieselbe beym gedachten Bertel. pag. 216. seqq. Abrah. Ortelio in seinem Itiner. Gallo-Brab. pag. 310. seqq. und Joh. Bochio in hist. narrat. de Alberto et Isabella, Archid. Austr. fol. 56. beschrieben. Stehet auff einem erhöchten Ort / und ist von Stein / deren gevierdter Fuß von 12. Schuhen ist / so gemachsam auffsteiget / in der Höhe bey die 74. Schuch / und auff allen Seiten allerhand Bilder hat. Gedachter Ortelius hält es für ein Grabmahl / und die Schrifft daran für ein Epitaphium. Bertelius sagt / daß etliche vermeynen / solches Monument seye nicht lang nach der Statt Trier / umb die Zeit deß Patriarchen Abrahams / erbauet worden.