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Topographia Germaniae
Axele (heute: Axel)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 163–164.
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[163] Axele / ein schön / und wolerbautes Stättlein im Land von Waes / oder ’t Land van Waes / (dessen vierdten Ampts Haupt es ist /) ein und ein halbe Meil von Hülst / und 4. von Gent ligend / war / als es Anno 1586. den 16. Julij / der Printz Moritz / und der Ritter Philipp Sidney / mit Behendigkeit hinterschlichen / mit Mauren und Wällen / nicht überall versehen: Ist gleichwol seither dermassen befestiget worden / daß es auch eine starcke Belagerung außtauren mag. Sihe den Nassauischen Lorbeerkrantz / fol. 14. b. und Johann Heinrich Hagelgans / in Beschreibung Niederlands pag. 42. Anno 1452. hatte dieser Ort noch keine Mauren / daher er damaln von deß Hertzogs Philippi Boni zu Burgund Kriegsvolck eingenommen / zerrissen / und jämmerlich verbrant worden. Anno 1583. ergaben sich die Axellani freywillig dem Hertzog von Parma. Unterhalb Axele nach nach der See zu / ligt die Vestung Neuß / oder Terneusen / in einem solchen Lager / daß alle 12. Stund die Seewellen rings herumb lauffen / daher man [164] deroselben schwerlich beykommen kan. Im Neuen Atlante stehet / Terneus seye ein Marcktfleck wol befestiget / ob er wol wegen seiner Gelegenheit an sich selbsten starck und vest; sintemal er in der Mitten eines solchen Landes lige / welches das Wasser alle Stunde verfülle / darumb man schwerlich zu demselben kommen könne. In dem neuen Meterano stehet lib. 39. daß Ter-Neuse an dem Hont lige / so die Spanischen Anno 1622. vergebens zu erobern versucht hätten.