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Topographia Circuli Burgundici: Armentiers

Topographia Germaniae
Armentiers (heute: Armentières)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 163.
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[163] Armentiers / Armenteria, Ein ansehenlicher Volckreicher / wohlhabender / und mit stattlichen Freiheiten / wie eine Statt / versehener Marcktfleck / in Welsch-Flandern; allda man sehr viel Tücher machet / und solcher Ort gleichsam ein Handelsstatt / von den besten Käsen ist. Zwischen Armentiers / und Stegrem / ligt ein sehr lustigs / und an allerhand Sachen / sonderlich aber an Getreyd / und Früchten sehr fruchtbares Ländlein / ins gemein het Land van Love / Ager Lovensis genant / darinn 4. Dörffer ligen / deren Haupt ist Leventise / so gleiches Recht / und Privilegia, wie die bschlossene Stätte / auch eine vornehme Probstey hat / so von allen Anlagen / die man sonsten dem Lands-Fürsten zu geben pfleget / befreyet ist / wie von dem obstehenden Guicciardinus schreibet. Es ist aber folgends Armentiers / so in den Jahren 1382. 1477. und 1566. viel außgestanden haben solle / weilen solcher Ort / an der Leye / 3. Stund von Ryssel / und Ypern / wol gelegen / mit Mauren und 4. Pforten / versehen worden / und haben denselben den 2. (12.) Septemb. Anno 1645. die Frantzosen eingenommen: Aber Anno 1647. den 20. Maji / die Spanischen mit Accord wieder erobert. Hat ein Jesuiter Kirch allda. Sihe die Franckfurter HerbstRelation deß 47. Jahrs / und Tom. 5. Theatr. Europ. fol. 1367. seqq. et 1381. seq.