Topographia Braunschweig Lüneburg: Liebenau

Topographia Germaniae
Liebenau
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 139.
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[T69]
Liebenaw (Merian).jpg
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Liebenau.

Ein Gräflich Hoysches Ampthauß vnd Flecken / etwa ein par Büchsenschüsse von dem Weserstrom / zwischen Nienberg vnd Stoltzenau gelegen. In alten geschriebenen Chronicken wird vermeldet / daß Bischoff Wilhelm zu Minden / im Jahr 1242. ein Hauß vnd Vestung / das Newe Hauß genant / an der Weser gebawet / welches die Grafen von der Hoya / Johann vnd Gerhard / bey Zeiten Hertzog Ludwigen / deß neun vnd dreissigsten Bischoffs zu Minden / eingenommen / zu grund abgebrochen / vnd dieses Hauß Liebenau wiederumb davon erbawet.

Das Flecken wird durch einen Strom / die Awe genant / welcher mitten herdurch streichet / in zween Theile / deren eins an der Nordseiten Liebenau / das andere an der Süderseiten Burgtorff genant wird / vnterschieden.

Im Jahr 1627. hat es der Dennemärckischer Obrister Limpach / Commendant zu Nienburg / einäschern lassen / ist aber nunmehr meistentheils wieder erbawet.