Topographia Braunschweig Lüneburg: Holtzminden Statt

Topographia Germaniae
Holtzminden Statt (heute: Holzminden)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 120.
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Holtzminden Statt.

Die Statt Holtzminden hat den Namen von dem Bache / oder von dem alten Ampthause / ist von dem Grafen von Eberstein mit Statt-Gerechtigkeit begabet / vnd deren privilegia von weyland Graff Otten von Eberstein in anno 1245. bestättiget vnd vermehret.

Anno 1640. den 24. Septembris, ist die gantze Statt von der damahligen Keyserl. vor Höxter stehenden Armee / biß auff das Rahthauß vnd Kirche / auch etzliche wenige geringe Häußlein / nebst dem schönen hoch auffgeführten Kirchthurn / jämmerlich in die Asche geleget / vnd der in den Häusern vnd Scheuren vorhandene reiche Korn-Vorraht / nebst allen Mobilien / mit auffgebrant.

Es liget diese Statt sonst an einem gesunden vnd bequemen Ort / hart an der Weser.

Anno 1635. seynd etzliche daselbst vnd zu Bevern gelegene Keyserl. Regimenter von einer Schwedischen Cavalacada, vnterm Commando deß Obristen Kinge / durch einen auß dem Sollinger Walde mit Trummeln gemachten blinden Alarm auffgeschlagen / vnd flüchtig zu Leuchtringen durch die Weser / über den daselbst gewesenen Furt getrieben worden / welches aber / wenig Tage hernach / die Flüchtige an diesem armen Stättlein gerochen / vnd mit brennen vnd sonst übel darin gehauset haben. Die Statt ist jedoch jetzund bey nahe halb wieder auffgebawet worden.

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Holtzmünden (Merian).jpg