Topographia Braunschweig Lüneburg: Eldagsen

Topographia Germaniae
Eldagsen
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 80–81.
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[T19]
Eldagsen (Merian).jpg
[80]
Eldagsen.

Ist ein vhraltes / vnd in der gewesenen Graffschafft / vnd nunmehr zu dem Fürstenthumb Calenberg gehörigen Hallermund / das Haupt-Stättlein / so Statt-Gerechtigkeit / von weyland dem alten Herrn Grafen zu Hallermund / vor sechshundert Jahren erlanget / vnd die Herren Hertzogen zu Braunschweig nachgehends bestättiget haben.

Gegen Osten ist die Leina / nach dem Westen das Gehöltze / der Hallerbruch genant / vnd so fortan das Ampt vnd Statt Hallerspring / gegen Süden das Ampt Lawenstein vnd Wittenburg / gegen Norden aber der Hallerfluß / vnd besser hin das Gehöltze der Diester genant / vnd das Ampt Calenberg / in dessen Hochheit es gelegen. In der Kirchen selbigen Stättleins S. Alexandri, vnter dem gewölbten Thurn / seynd Grafen von Hallermund begraben / vnd ist dessen noch ein Monument vnd Gedächtnuß allda zu sehen.

[81] Vnweit von der Statt / vff dem Burgberge / bey der Steigerngrund genant / findet man noch Keller vnd andere Nachricht / daß die Grafen von Hallermund allda ihren Sitz gehabt / welches hernacher auß erheblichen Vrsachen von Hertzog Wilhelm vnd Hertzog Otten zu Braunschweig Lüneburg überkommen.

Ex Comitibus Hallermundiis, sagt Eckstormius in Chronico Walckenredensi, qui Luccanum Monasterium fundârunt, ultimi fuerunt Wilbrandus, Episcopus Mindensis et Otto frater: Illorum sororius Philippus Spigelbergicus Comitatum Hallermundensem adeptus est et eundem cessit Wilhelmo victorioso Duci Brunsuic. et Luneburg. circa Annum Christi 1434.

Wie in dieser Statt vielfaltige Fewrsbrunsten nach vnd nach entstanden: Also ist es auch in anno 1626. von den domahligen feindlichen Völckern angestecket / Kirchen / Rahthauß / vnd meiste Bürgerhäuser abgebrant / daß es noch allerdings nicht wieder erbawet worden. Sonst thut die Bürgerschafft sich mehrentheils vom Ackerbaw / brawen / vnd Handwercken ernehren.