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Umstürzung und Überschwemmung bey der Sündfluth wären, um so mehr, da auch der Zwischenraum zwischen diesen zusammen gefügten vielförmigen Steinen beym Poliren sich von geringerer Härte zeiget, und daher bey der geschehenen ersten Zusammenfügung wahrscheinlich eine blose weiche Erde gewesen ist; die nach und nach von der Härte der Steine, in die sie sich vermenget, etwas entlehnet hat.

 Es finden sich auch darinnen hell polirte oder lichte Amethiste von ausnehmender Härte; daher diese Gattung des Marmors sehr rar und schätzbar ist.

 25. Marmor-Bruch zu Geroldsgrün, 31/2 Stunde nach Naila und 51/2 St. nach Hof. Ist ein grüner Marmor.

 26. Marmor-Bruch zur dürren Weyd hinter Geroldsgrün, 31/2 Stunde nach Naila und 61/2 St. nach Hof. Schwarzgrüner Marmor mit wenigen weissen Adern, statt dieser aber die eigentlichen Turbiniten oder petrificirten Wirbel- und Schrauben-Schnecken, Cornua Ammonis, und andere fast unnennbare Arten der Figuren und Meergewächse, als eine wahrscheinliche Wirkung der Sündfluth auf das wunderbarste vorstellen, der daher