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und der Herren von Neuendettelsau. In der Flurmarkung waren 16 Tgw. Rezatwiesen Eigenthum von Bauern in Neuses, Haag, Steinhof und Geichsenhof. Die Bechhofer, welche weniger besaßen, schonten ihre eigenen Wiesen, während sie die der genannten Auswärtigen abhüteten. Daher stets Hader. Die in all den genannten Orten eingeführte Reformation brachte keinen Frieden; man stritt in der Reformationszeit erbitterter als je. Der Abt Wirsing charakterisirt besonders die Gemeinde Bechhofen als streitsüchtig. In erster Instanz wurde gegen sie entschieden; allein sie fügte sich nicht und hütete nach wie vor, so daß den nürnbergischen, markgräfischen und heilsbronnischen Hintersassen mit 10 Thalern Strafe gedroht werden mußte. Der Prozeß war noch 1549 beim kaiserlichen Landgerichte anhängig, nachdem er bereits zwölf Jahre gedauert hatte.


11. Bellingsdorf,

Weiler bei Heilsbronn. Wir werden nachher bei Bürglein sehen, daß die Herren von Solzburg vormals dort begütert waren, aber 1268 zugleich mit ihrem Kastrum Bürglein auch ihre Güter in Bellingsdorf an das Kloster verkauften. Zur Zeit des 12. Abts Rudolf (s. dort) schenkte der Nürnberger Bürger Ringer dem Kloster Gefälle in Bellingsdorf. Der ganze Ort wurde heilsbronnisch.


12. Berghof.

Wann, wie und durch wen dieser ganz nahe bei Heilsbronn gelegene Hof an das Kloster kam, ist nicht bekannt. Jedenfalls wurde er, wie die sämmtlichen Anwesen innerhalb des Dorfes Halesprunnen, sehr frühzeitig acquirirt und vom Kloster in eigener Regie bewirthschaftet. Derjenige Mönch, welcher die Bewirthschaftung leitete und Rechnung stellte, hieß Magister in Monte oder Montis. Der Status: 4 Pferde, 2 Ochsen, 32 Kühe etc. läßt auf die damalige Größe des Gutes schließen. Späterhin wurde die Selbstbewirthschaftung aufgegeben und der Hof (bisher ein „Gunsthof“) vom 29. Abt Greulich 1548 verkauft. Der Käufer H. Vogel wurde verpflichtet, das übliche Handlohn, dann

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 160. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/162&oldid=- (Version vom 31.7.2018)