Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,2 (1923), Sp. 2033
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Sextarius, römisches Hohlmaß von 1/48 Quadrantal (s. d.) oder Amphora. Stellennachweise Hultsch Metrol. Script. II Ind. s. v. und ξέστης (s. d.). Nach dem silischen Plebiscit (Fest. de verb. signif. ed. Müller p. 246a = Metrol. Script. II 78, 24) wog das Quadrantal bei Weinfüllnng 80 römische Pfund. Dieses wiegt ca. 320 g (die gewöhnliche Schätzung zu 327,45 g, zuletzt Haeberlin Frankf. Münzztg. 1918, 391, greift im allgemeinen zu hoch; vgl. vorläufig Viedebantt Forschung z. Metrol. d. Altert., Leipzig 1917, 82, 4. L. Naville Rev. suisse de Numism. XXII 1920, 42ff.). Demnach wiegt das Quadrantal Wein (0,320 • 80 =) 25,60 kg. Dem entspricht, da Wein im allgemeinen dem Wasser im Gewicht gleichsteht (nach dem Satz l Liter Wasser von der Temperatur +4° C = 1 kg), ein Volumen von ca. 25,6 l. Demnach stellt sich der S. auf (25,6 : 48 =) 0,533 l (gewöhnliche Schätzung 0,5472 l zu hoch). Hultsch Metrol.² 112ff. Vgl. Ξέστης.