Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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kelt. Beiname des Mercurius
Band IX,2 (1916) S. 2005
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Iovantucarus, örtlicher keltischer Beiname des Mercurius in einer aus dem Wareswald (Varuswald) bei Tholey (Kr. Ottweiler, Rgbz. Trier) stammenden, verschollenen Weihinschrift, CIL XIII 4256: Deo Mercurio Iovantucaro pro salute Romaniae Romanae et Romani Severi Iulius Romanus pater vissu monitus v. s. l. l. m.[WS 1] Die Inschrift stand auf einem kupfernen oder bronzenen Kästchen, welches (mit zwei Statuetten) im J. 1755 im ‚Wareswäldchen‘ gefunden und im folgenden Jahr an König Stanislaus Lesczynski, Herzog von Lothringen, wozu die Herrschaft Schaumburg oder Schauenburg mit Tholey damals gehörte, (nach Nancy) geschickt wurde (Altes Lagerbuch der Abtei Tholey im Kgl. Staatsarchiv zu Koblenz, s. Bonn. Jahrb. XLIX 187f.). Das Wareswäldchen ist eine bekannte Fundstätte von Altertümern, an der Stelle einer gallisch-römischen Ortschaft (Bonn. Jahrb. XXXI 213. Westd. Korrbl. VII 91ff. IX 24ff. CIL XIII 1, 2 p. 658); sein offizieller Name ‚Varuswald‘ ist dadurch entstanden, daß die Gründung der hier gelegenen ‚Stadt‘ dem sagenhaften Urheber der ‚Trierischen Marterung‘ Rictius Varus (286 n. Chr.) zugeschrieben wird. R. Peter in Roschers Myth. Lex. II 295f.

[Keune. ]

Nachträge und Berichtigungen

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Band R (1980) S. 134
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Iovantucarus

Kelt. Beiname des Mercurius. (L) S III.

Anmerkungen (Wikisource)