Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IX,2 (1916) Sp. 1544
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Ingena, bei Ptolem. II 8, 8 Ἴνγενα, als Stadt der keltischen Abrincatuer (am Golf von St. Malo) bezeichnet, wahrscheinlich identisch mit der Station Legedia der Tab. Peut. Da beide Quellen in der hsl. Überlieferung notorisch trüb sind, so fragt sich, welcher man folgen soll. Hirschfeld CIL XIII p. 494 läßt es unentschieden, Desjardins Géogr. de la Gaule I 339f. erklärt sich für I., Holder für Legedia; wir möchten I. vorziehen. Der eigentliche Stadtname ist, wie so oft in Gallien, in dem Volksnamen untergegangen und hieß später (so Not. Dign. occ. XXXVII 22) Abrincates oder -tae, -tis, jetzt Avranches.

[Haug.]