Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Burg an der Südküste Hispaniens
Band VII,1 (1910) S. 1269
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Gerontis arx. Zweimal nennt der alte Periplus die Burg des Geron an der Südküste Hispaniens außerhalb der Säulen des Herakles, bei Avien. or. mar. 263, nach der Insel Cartaro (s. d.) und dem Berg Cassius, inde fani est prominens, d. h. ein Vorgebirge mit einem Tempel, et quae vetustum Graeciae nomen tenet Gerontis arx est eminus; und 305 nach den Cempsi (s. d.) Gerontis arcem et prominens fani, ut supra sumus elocuti, distinet medium salum interque celsa cautium cedit sinus. Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß diese Örtlichkeiten innerhalb einer Tagesfahrt nach Osten lagen, von der Anasmündug an gerechnet. Das Meer, das die Burg von dem Vorgebirge trennt, ist nach 265 hic ora late sunt sinus Tartessii der Busen vor der Baetismündung. Also muß das Vorgebirge westlich, die Burg östlich davon gelegen haben. Jenes kann die Höhe von Nuestra Señora de la Regla bei San Lucar de Barrameda an der Baetismündung, dieses die Punta del Picacho östlich von den Arenas Gordas sein, wo die bis dahin flache und sandige Küste wieder felsig wird. Ob die griechischen Schiffer den Namen des Geron richtig wiedergegeben oder an den greisen, hundertundzwanzigjährigen Tartessierkönig Argenthonios (s. d.) gedacht haben, ist nicht zu entscheiden; auf alle Fälle darf Γέρων nicht mit Γηρυόνης zusammengebracht werden, wie einige der Herausgeber des Avien wollten. Müllenhoffs Erklärung (D. Altert. I² 123) trifft nicht das Richtige.