Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1797
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Dvoricos. Eine der Inschriften, welche in keltisch-lateinischer Sprache abgefasst sind (Mommsen R. G. V 91), lautet SACER . PEROCO | IEVRV · DVORI | CO · V · S · L · M. Fundort Marsac, dép. Creuse, beim Schloss Sazeirat (Pictet Rev. archéol. n. s. XIII 1866, 214ff. XV 1867, 397. Flor. Vallentin Bull. épigr. I 38ff. pl. IX 1. Mowat Notice épigr. 111. Espérandieu Cité des Lemovices nr. 1. Stokes Bezzenbergers Beiträge XI 132. Holder Altkelt. Sprachschatz s. dvorico). In der Deutung gehen die Ansichten auseinander. Die Linguisten interpretieren dvorico mit porticus (ieuru = fecit). Richtiger scheint die Annahme Vallentins und anderer, dass Dvorico vielmehr Name eines Gottes sei (Dativ, fecit Dvorico). Denn auf den keltischen Inschriften folgt in der Regel der Votivdativ auf das Wort ieuru (ειωρου, auch δεδε = dedit), so in den Votivinschriften an Alisanus, Anvalonnacos, Belisama (Βηλησαμι), Brigindo u. a. Sacer Peroco sind die Namen des Dedicanten. Vgl. Duroicoregum.

[Ihm.]