Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 17761777
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Duilius, plebeisches Geschlecht, wird nur in der älteren republicanischen Zeit öfter erwähnt und erlosch mit demselben Manne, dem es seinen höchsten Ruhm verdanke, C. Duilius Nr. 3, denn die Beziehung der etwas jüngeren Münzen mit der Aufschrift M D auf einen D. entbehrt jder Berechtigung (vgl. MommsenBlacas Monnaie romaine II 240 nr. 25). Die nachweisbaren Praenomina der Familie beschränken sich auf C., M. und das sonst nur bei wenigen patricischen Geschlechtern vorkommende Kaeso; ein Cognomen findet sich nur bei Nr. 8. Über die Form des Gentilnamens sagt Cic. or. 153: Hominum etiam nomina contrahebant, quo essent aptiora. nam ut uellum bellum et duis bis, sich Duellium eum qui Poenos classe devicit Bellium nominaverunt, cum superiores appellati essent semper Duelli; ihm folgt Quintil. inst. I 4, 15: Sed B quoque in locum aliarum dedimus aliquanto ... nec non eadem fecit ex duello bellum, unde Duellios quidam dicere Bellios ausi. der alte Anlaut ist demnach Du; in B verwandelt ist er bei Polyb. I 22, 1, 23, 1, wo die Hss. Λίβιος bieten, was durch Umstellung der Consonanten aus Βίλιος entstellt ist. Das führt aber nicht auf eine alte Form Duellius, sonder auf Duilius und so, mit einfachem L und langem I ist der Name in den Fasti Cap. geschrieben. Erst unter dem Einfluss einer falschen Etymologie, die ihn mit duellum = bellum zusammenbrachte, ist die Consonantengemination hier durchgeführt und vielfach auch das ī durch ě ersetzt worden; so [1777] bieten die Hss. bei Cicero meistens Duellius, bei Livius am häufigsten Duillius, doch daneben sowohl das ursprüngliche Duilius wie jenes auf gelehrter Combination beruhende Duellius (vgl. Weissenborn zu Liv. II 58, 2), und bei den späteren Römern ausser dem von Cicero abhängigen Quintilian entweder Duilius oder Duillius, so dass schliesslich die alte richtige Schreibung wieder ziemlich die Oberhand behalten hat. Vgl. darüber Mommsen CIL I p. 39 Anm.; über Bilia bei Hieron. adv. Iovin. I 46 Klebs o. Bd. III S. 471.