RE:Cornelius 130

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 1296
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130) Cornelius Dolabella, ἐπιφανὴς νεανίσκος, befand sich 724 = 30 v. Chr. im Gefolge des Caesar (Augustus) in Alexandria. Von Neigung zu Kleopatra erfasst, verriet er ihr, dass Caesar sie nach Rom senden wolle, und gab dadurch die Veranlassung zum Selbstmord der Königin (Plut. Ant. 84). Wahrscheinlich derselbe ist der Dolabella, von dem Quintilian (inst. VI 3, 79) ein scherzhaftes Gespräch mit Augustus mitteilt. Desgleichen dürften der Praetor P. Cornelius P. f. Dolabella, dem die Athener eine Statue setzten (CIA III 591), und Do[la]bel[la] leg(atus) [imp(eratoris)] Caesaris Aug{usti, seit 27 v. Chr.), CIL IX 702 (Teanum) mit unserem C. identisch sein (vgl. Gardthausen Augustus II 229, 8), obwohl man bei diesen auch an P. Dolabella cos. 10 n. Ch. (Nr. 143) denken könnte (vgl. Dittenberger Eph. epigr. I p. 254). C. war anscheinend der Vater des letzteren, der in den capitolinischen Fasten als P. f. P. n. bezeichnet, wird, und der Sohn des P. Dolabella cos. 44 v. Chr. (Nr. 141); die Annahme, dass er mit dem cos. 10 n. Chr. [1297] identisch sei, ist abzulehnen; vgl. Klebs Prosop. I 443 nr. 1089.