RE:Basilikos 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 97–98
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Basilikos (Βασιλικός). 1) Namhafter Rhetor des 2. Jhdts. n. Chr., lehrte in Nikomedeia, wo [98] ihn Apsines hörte (Suid. s. Ἀψίνης 2). Danach lebte B. noch um 200 und darüber hinaus (s. Bd. II S. 278). Der Terminus a quo seiner Lebenszeit lässt sich annähernd daraus bestimmen, dass er sein Werk περὶ ἰδεῶν schon vor Hermogenes (Zeit Marc-Aurels) verfasst hat (Syrian. Schol. Hermog. I 13, 1f. Rabe = VII 878, 1f. W. Tzetz. Schol. Hermog. bei Cramer Anecd. Oxon. IV 126, 6, wo, wie auch sonst öfter, Βασιλικός statt Βασιλίσκος zu lesen ist) und dass er, wie Graeven Cornuti art. rhet. epit., Berlin 1891, XXVIIf. aus Schol. Hermog. VII 930–932 W. erschliesst, nach Lollianos (Zeit Hadrians) über κόμμα, κῶλον, περίοδος (wohl in περὶ ἰδεῶν) gehandelt hat. Ausser dem genannten Werke verfasste B. nach Suid. s. Βασιλικός Schriften περὶ τῶν διὰ τῶν λέξεων σχημάτων (etwa περὶ τῶν δια⟨νοίας καὶ⟩ τῶν λέξεως σχημάτων?), περὶ ῥητορικῆς παρασκευῆς ἤτοι περὶ ἀσκήσεως, περὶ μεταποιήσεως καὶ ἄλλα τινά. Auf Commentare zu Demosthenes weist hin Syrian. a. O. I 13, 6–9 = VII 878, 14–16 W. = Tzetz. a. O. Anm. s. Einen μονόβιβλος περὶ τόπων erwähnt rühmend derselbe Scholiast I 57, 6ff. = VII 1024, 11f. W. Ein zur Statuslehre gehöriges Fragment wird citiert von Syrianos II 180, 9ff. = IV 747 W. Von wenigen Fragmenten abgesehen, hat sich von den vielen Schriften des B. nichts erhalten. Apsines, der sich auch sonst eng an seinen Lehrer angeschlossen zu haben scheint (vgl. VII 931 W. Hammer De Apsine rhetore, Progr. Günzburg 1876, 9f.), nennt ihn unter den Quellen für seine Rhetorik ausser Aristeides allein mit Namen (I 331, 7 Sp. = II 217, 7²). Bei aller Hochschätzung wurde er von Späteren auch hart angegriffen, so von Syrianos I 13, 1–3, der ihm Mangel an εὐκρίνεια und τάξις in der Lehre περὶ ἰδεῶν vorwirft; vgl. auch II 180, 9ff.