Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2547
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Aures. Die Weihungen auribus Aesculapi et Hygiae (CIL III 986) und auribus Bonae Deae (CIL V 759) beziehen sich wohl nicht, wie Steuding (Roschers Lexik. I 734) annimt, auf die Erhörung des Gebetes durch die Ohren der betreffenden Götter, sondern auf Heilung eines Ohrenleidens, für die z. B. auch der Minerva Cabardiacencis ein Dedicant aures argenteas weiht (CIL XI 1295). Die Übertragung auf die Gottheit begegnet in gleicher Weise, wenn Bona Dea, welcher der eine ob luminibus restitutis dankt (CIL VI 68), in diesem Sinne Bona Dea Oclata (= ocu- lata) heisst (CIL VI 75). Vgl. R. Peter in Roschers Lexik. I 792.