RE:Alexandros 86

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 1448
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86) Alexandros aus Ephesos, mit dem Beinamen Λύχνος, etwa ein Zeitgenosse Ciceros, zugleich Rhetor und Staatsmann (Strab. XIV 642), verfasste ein Geschichtswerk (Strab.; Schwindelcitat bei Aurel. Vict. de orig. gent. Rom. 9) und Gedichte, ἐν οἷς τά τε οὐράνια διατίθεται καὶ τὰς ἠπείρους γεωγραφεῖ καθ’ ἑκάστην ἐκδοὺς ποιήματα. Aus dem ersten (Vita Arat. II 57 West.; vgl. Maass Herm. XVI 386; Aratea 142) sind noch 26 Verse erhalten, die im Anschluss an pythagoreische Doctrin von den Planeten handeln (Theo Smyrn. expos. rer. math. 138, 19ff. Hiller, mit der falschen Bezeichnung ὁ Αἰτωλός; Milesius bei Chalcid. 72 p. 140 Wrob.; vgl. Hiller Rh. Mus. XXVI 586; richtig Herakleit. allegor. Homer. 12 ὁ Ἒφέσιος; vgl. Naeke opusc. I 13, anders Maass Aratea 149). Das geographische Gedicht zerfiel in drei Abteilungen mit den Sondertiteln Εὐρώπη, Ἀσία, Λιβύη (Steph. Byz. passim. Comm. Bern. in Lucan. p. 301 Usen.) und ist sicher von dem Periegeten Dionysios, möglicherweise bereits von Varro dem Ataciner (Roeper Philol. XVIII 433) nachgeahmt worden. Über den poetischen Wert dieser Dichtungen fällt Cicero, der sich dieselben von Atticus hatte schicken lassen, ein ungünstiges Urteil (ad Att. II 20, 6. 22, 7). Fragmentsammlung bei Meineke anal. Alex. 371–377.

Anmerkungen (Wikisource)