Textdaten
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Autor: Heinrich Schäffer
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Titel: Konkurrenz
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 15
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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Konkurrenz.

     Ich kenne ein liebliches Mädchen,
Für das mein Herze entbrennt;
Jedoch ihr Vater ist leider
Mein schlimmster Konkurrent.

5
     Gelangt seine Firma zur Blüte,

Dann komme ich auf den Hund,
Doch siege ich in dem Kampfe,
Geht er gewisslich zu Grund.

     Bleibt jener andere Sieger,

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Ist sie eine gute Partie,

Dann gibt er mir armen Schlucker
Die einzige Tochter nie.

     Doch schlage ich ihn aus dem Felde,
Ist die Heirat ein misslicher Schritt,

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Dann bringt meine Herzallerliebste

Keinen einzigen Kreuzer mit.

     „Einst waren zwei Königskinder,
Die hatten einander so lieb
Und konnten zusammen nicht kommen,

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Das Wasser war viel zu tief.“


     Leb’ wohl, mein schwarzbraunes Mädchen,
Leb, wohl, o Liebe und Lenz!
Viel schlimmer als meertiefes Wasser
Ist unsere Konkurrenz.

Heinr. Schäffer.