Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Heinrich Semler †
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 31, S. 532
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[532] Heinrich Semler †. Wiederum hat das afrikanische Klima ein Opfer gefordert: Heinrich Semler, der erst vor etwa drei Monaten in den Dienst der ostafrikanischen Gesellschaft getreten war, ist am Fieber gestorben. Unseren Lesern ist Heinrich Semler kein Fremder. Vor Jahren erschien von ihm ein Artikel über das Alden-Obst – das amerikanische Dörrverfahren, in der „Gartenlaube“. Damals wollte Semler bahnbrechend wirken, die in Amerika gesammelten Erfahrungen den deutschen Obstzüchtern mittheilen und in Deutschland neben der Obstzucht eine Obstindustrie ins Leben rufen. Er hat auch zu diesem Zwecke ein ausgezeichnetes Werk geschrieben über „Die Verwerthung des Obstes“ (Wismar, Hinstorffsche Hofbuchhandlung), welches ein Musterwerk genannt werden darf und welches wir oft und warm empfohlen haben.

Als später Deutschland seine Machtsphäre in fernen Welttheilen erweiterte, als endlich deutsche überseeische Kolonien begründet wurden, überraschte uns Heinrich Semler mit einem Meisterwerke „Die tropische Agrikultur“, welches in ausführlicher zuammenfassender Weise die Kultur sämmtlicher tropischer Gewächse behandelt. Wer dieses Werk gelesen, dem mußte es klar sein, daß Semler wie kaum ein Anderer dazu berufen war, in der schwierigen Frage, wie in Afrika Plantagen zu gründen seien, bahnbrechend zu wirken. Die Deutsch-ostafrikanische Gesellschaft wußte ihn für diese Aufgabe zu gewinnen. Leider konnte er dem Klima nicht trotzen; frühzeitig sank er dahin; ein rüstiger Kämpfer für die Hebung des deutschen Wohlstandes, hat er sich den Dank der Nation verdient. Leicht sei ihm die Erde!

*