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Titel: Gedenkt der Invaliden!
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aus: Die Gartenlaube, Heft 37, S. 592
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1865
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[592] Gedenkt der Invaliden! Ueber ein Jahr schon ist dahin seit den siegreichen Tagen des schleswig-holsteinischen Feldzuges, und daß die so hoch gehenden Wogen des Enthusiasmus inzwischen wieder sich gelegt, ist nicht weniger eine natürliche Wirkung der Zeit, als die leicht erklärliche Folge des unerquicklichen Verlaufes, den diese uns so tief berührende Angelegenheit genommen hat. Frei von aller Verstimmung, hoch über jeder Parteinahme aber muß ein Gefühl bestehen bleiben: das der Dankbarkeit gegen die Tapfern von Oeversee, Oberselk, Düppel, Alsen etc. und heilig sei uns Allen die Pflicht, diesem Gefühle der Dankbarkeit den Invaliden jenes Feldzuges gegenüber thatsächlichen Ausdruck zu geben. Hier muß das gesammte deutsche Volk warmen Herzens und mit offener Hand um so bereitwilliger eintreten, als Jeder weiß, wie unzulänglich der Staat für seine hülflosen Krieger sorgt; dies ist ein unabweisbarer Fall edelster Selbsthülfe! Eine Anzahl von Patrioten in preußisch und österreichisch Schlesien hat sich zu dem der Anerkennung wie der Unterstützung gleich werthen Unternehmen vereinigt, dem Einzelnen die Erfüllung seiner Dankespflicht zu erleichtern. Das Comité hat einen freundlichst ihm überlassenen Carton des rühmlich bekannten Künstlers P. J. N. Geiger, Professors an der Akademie der bildenden Künste in Wien, durch den Photographen G. Jägermeier in Wien vervielfältigen lassen und ladet nun zur Subscription auf dieses in jeder Beziehung vorzügliche und seiner Größe halber namentlich auch zum Zimmerschmuck geeignete „Erinnerungsblatt an die glorreiche Befreiung Schleswig-Holsteins“ mit dem Bemerken ein, daß der gesammte Reingewinn den im schleswig-holsteinischen Feldzuge von 1864 invalid ge- gewordenen Kriegern Preußens und Oesterreichs durch Vermittelung der Kriegsministerien zukommt, des guten Glaubens, „die deutsche Nation werde sich in diesem Gefühle der Dankbarkeit und seiner Bethätigung als ‚ein einig Volk von Brüdern‘ zeigen“. Mag dieser Glaube nicht getäuscht werden! Indem wir das Unternehmen unsern Freunden und Lesern zu geneigter thatkräftigster Unterstützung empfehlen, uns auch zur Entgegennahme von Subscriptionen gern bereit erklären, bemerken wir noch, daß der Preis des neunundzwanzig Zoll breiten und zwanzig Zoll hohen Kunstblattes vier Gulden ö. W. oder zwei Thaler zwanzig Silbergroschen beträgt und daß alle directen Bestellungen und Sendungen aus Preußen an Herrn Robert Scholz, königl. preuß. Kreis-Steuereinnehmer in Pleß in preußisch Schlesien, jene aus Oesterreich und allen andern Staaten aber an Herrn Eduard Klimett in Bielitz in österreichisch Schlesien erbeten werden.