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Titel: Fremdwörter des deutschen Bühnenwesens
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 35, S. 596
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[596] Fremdwörter des deutschen Bühnenwesens. Abgesehen von den Speisekarten und den militärischen Reglements findet sich der größte Schatz von Fremdwörtern bei der deutschen Bühne. In einem kurzen Mahnruf: „Deutsche Worte für deutsche Kunst“, will Fritz Ehrenberg die deutsche Bühne von diesem Fremdwörterwust befreien. Unter seinen Vorschlägen findet sich weniger Gezwungenes als unter vielen Verdeutschungen fremdsprachiger Kunstausdrücke. Wir wollen aus der großen Liste einige mehr oder weniger annehmbare neudeutsche Wortbildungen hervorheben: für Regie Spielordnung, für Regisseur Spielordner, für Bonvivant Lebemann, für Corps de Ballet Tanzchor, für Koulisse Seitenwand, für Ensemble Gesammtspiel, für Repertoire Spielplan, für Requisiten Geräthe, für Souffleur Vorsprecher, für Solisten Einzelsänger, für Soubrette muntere Sängerin, für Personal Künstlerschaft, für Novität Neuheit. Doch fehlt es auch nicht an einzelnen Uebertragungen, denen man die Gewaltsamkeit anmerkt, während bei andern das neue Wort einen Doppelsinn hat. Im ganzen ist es nur zu billigen, daß man auf allen Gebieten wenigstens die überflüssigen Fremdwörter auszumerzen sucht.
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