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Eine illustrirte Gesammtausgabe der Romane E. Marlitts

Textdaten
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Titel: Eine illustrirte Gesammtausgabe der Romane E. Marlitts
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 13, S. 239
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[239] Eine illustrirte Gesammtausgabe der Romane E. Marlitts. Bei den Lesern unseres Blattes bedarf es gewiß nur der Mittheilung, daß eine solche illustrirte Gesammtausgabe von der Verlagsbuchhandung von Ernst Keils Nachfolger veranstaltet wird, um diesem Unternehmen sogleich die wärmste Theilnahme zuzuwenden. E. Marlitt und die „Gartenlaube“ sind so eng miteinander verknüpft, die Dichterin hat zum glanzenden Aufschwung des Blattes so viel beigetragen, ihre ersten und ihre letzten Romane haben die Leser desselben so gefesselt, daß gewiß Vielen die Gelegenheit willkommen sein wird, sich ihre gesammelten Schriften anzuschaffen. Liegt doch ihr Wirken jetzt abgeschlossen hinter uns, nachdem der Tod sie im vorigen Sommer uns entrissen und nun ihr nachgelassener Roman, zu Ende geführt durch eine geistesverwandte Schriftstellerin, die Spalten unseres Blattes füllt. Mit ihren volksthümlichsten Roman „Das Geheimniß der alten Mamsell“ beginnt die Gesammtausgabe, welche in etwa 70 Lieferungen (alle 14 Tage eine Lieferung) erscheinen wird.

Phantasievolle Illustrationen sind eine Zierde solcher Ausgaben: sie sollen nicht einer schwunglosen Phantasie zu Hilfe kommen, sondern die Anregung, welche die Dichtung der zeichnenden Kunst gewährte, soll selbständige Leistungen der letzteren hervorrufen und uns so ein Bild von der erfreulichen Wechselwirkung der beiden Künste geben.

E. Marlitt ist manchen Angriffen ausgesetzt gewesen und eine gewisse Kritik sucht ihre Vornehmheit dadurch zu beweisen, daß sie gering von dieser Schriftstellerin denkt. Das unbefangene Urtheil wird die großen Wirkungen derselben, die ihren Namen in allen Welttheilen verbreitet sieht, weder dem Zufall noch der Mode zuschreiben, sondern ihrem flüssigen und glänzenden Erzählungstalent, ihrer Kunst zu spannen und zu rühren, dem echt deutschen Charakter ihrer Darstellungsart und der von ihr geschilderten Lebenskreise, also litterarischen Vorzügen, die voller Anerkennung werth sind. Von dem Reichthum ihrer Phantasie, der Unversiegbarkeit ihrer schöpferischen Kraft, der Fülle von Charakterköpfen und Lebensbildern, die sie gezeichnet, wird gerade diese Gesammtausgabe ein unwidersprechliches Zeugniß ablegen.
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