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Titel: Die Königseiche bei Peisterwitz
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 808
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[805]
Die Gartenlaube (1888) b 805.jpg

Deutschlands merkwürdige Bäume: Die Königseiche bei Peisterwitz (Kreis Ohlau).
Originalzeichnung von Felix Hampel.

[808] Deutschlands merkwürdige Bäume. Die Königseiche bei Peisterwitz. (Mit Illustration S. 805.) Nr. 7 des Jahrgangs 1887 der „Gartenlaube“ enthält die interessante Abbildung einer im verlassenen Elbbette bei Dötzingen ausgegrabenen Rieseneiche. Bei dem Dorfe Peisterwitz, Kreis Ohlau in Schlesien, befindet sich ein noch gewaltigerer und zwar lebender „Zeuge der Urwälder Deutschlands“, eine mächtige Eiche, welche bis jetzt als die größte der noch in deutschem Boden wurzelnden Bäume gilt. Dieselbe – die Königseiche genannt – steht an der Grenze des Fürstenwaldes bei Ohlau, und seit in dem letzten Jahrzehnt der weidmännische „Fürstenruf“ im Forste hallte und die Anwesenheit des kaiserlichen Jagdherrn verkündete, haben der Fürstenwald und namentlich die erwähnte Eiche an allgemeinem Interesse gewonnen. Scharenweise pilgern die Naturfreunde hinaus durch den prächtigen Eichen- und Buchenwald, um den vielgenannten Baumriesen zu bewundern. Die Königseiche ist 23 Meter hoch, der untere Stammesumfang beträgt 10½ Meter, der obere 10 Meter, die unteren Aeste gleichen kräftigen Eichbäumen; ihr Fuß ist umstanden von einem Kranze junger Fichten. – Der bekannte Naturforscher Professor Göppert, ehemals Direktor des botanischen Gartens in Breslau, erklärte die „Königseiche“ für den vollkommensten Typus dieser Baumgattung.