Textdaten
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Autor: M. Ring
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Titel: Die Berliner Presse
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 9, S. 142–144
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Verein „Die Berliner Presse“
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Die Berliner Presse.[1]


Im Jahre 1862 war in einigen Berliner Schriftstellern der Wunsch aufgetaucht, einen Verein zur Förderung der Geselligkeit und zur Wahrung ihrer literarischen Interessen zu gründen. Man ging dabei von dem Gedanken aus, eine Annäherung der verschiedenen Parteien durch persönlichen Verkehr und lebendigen Meinungsaustausch zu erzielen. Zunächst wurde von den Stiftern ein Aufruf erlassen, der bald die gewünschte Folge hatte, worauf zur Constituirung der Versammlung und zur Entwerfung der Statuten geschritten wurde. In den ersten Sitzungen erblickte man die Redacteure fast sämmtlicher großen politischen Zeitungen, und eine zahlreiche Menge von Schriftstellern, Dichtern und Journalisten. In freundlichem Gespräche saßen an demselben Tisch die Vertreter der entgegengesetzten Richtungen, und die sich sonst öffentlich bekämpften, reichten sich hier in gemüthlichem Verein die Hand. Neben dem geistreichen Redacteur der demokratischen Volkszeitung sah man die conservativen Herren der Kreuzzeitung, neben dem treuherzigen Erzähler der Dorfgeschichten den scharfen, satirischen Kritiker, neben den Gelehrten des Kladderadatsch die verschiedenen Opfer ihres Witzes. Mediciner und Juristen, Staatsökonomen und Socialisten, Anhänger von Hegel und Schopenhauer begegneten sich hier auf neutralem Gebiete und vergaßen beim Glase Wein oder bei einem Seidel Bairisch ihren alten Streit.

Es war das goldene Zeitalter der „Berliner Presse“, wie der Verein genannt wurde, die schönen Tage, wo es nur eine Heerde und einen Hirten gab, wo der Wolf neben dem Lamme ruhte und keine Wolke den blauen Himmel der Gemüthlichkeit trübte. Bald jedoch wurde der Friede gestört und die widersprechenden Elemente traten schärfer und schärfer hervor, so daß sich ein [143] unausbleiblicher Scheidungsproceß entwickelte, die leider den Austritt einiger seiner geschätztesten Mitglieder zur Folge hatte.

Trotz dieser innern Stürme entwickelte sich die Berliner Presse zwar langsam, aber stetig zu einem gedeihlichen Leben und Wirken. Die Bildung einer Unterstützungscasse für die Mitglieder, die früher zu Differenzen Anlaß gegeben hatte, wurde wieder aufgenommen und jetzt glücklich durchgeführt. Bedürftige Mitglieder erhalten aus der Casse des Vereins im Falle der Noth Darlehen und bei Erkrankungen und dadurch herbeigeführter Arbeitsunfähigkeit namhafte Unterstützungen, während den Hinterbliebenen reichliche Sterbegelder aus einer besonderen Sammlung zufließen. Andere wohlthätige Einrichtungen sind noch in Aussicht genommen, so daß in dieser Beziehung die Berliner Presse wahrhaft Erfreuliches bereits geleistet hat und noch fortwährend leistet. Die nöthigen Geldmittel zu diesen Zwecken werden theils durch die laufenden und freiwilligen Beiträge der Mitglieder, theils durch theatralische Vorstellungen aufgebracht, welche sich bisher einer großen Theilnahme von Seiten des gebildeten Publicums erfreuten. Diese Unterstützungen erstrecken sich in besonderen Fällen auch auf nicht in Berlin ansässige Schriftsteller und erreichen zuweilen eine bedeutende Höhe. So erhielt allein die Familie eines bekannten unglücklichen Dichters die Summe von dreizehnhundert Thalern als Ertrag einer einzigen zu ihrem Besten veranstalteten dramatischen Vorstellung.

Aber auch an den politischen Kämpfen der Gegenwart hat sich der Verein stets mit Eifer und Hingebung betheiligt, indem er mit Wort und That für die Freiheit der Presse und zum Schutz des bedrohten Rechtes eintrat. In den verschiedenen Commissionen wurden die wichtigsten Fragen der Preßgesetzgebung einer gründlichen Prüfung unterzogen und mancher geeignete Schritt zur Wahrung der schriftstellerischen Interessen in politischer und socialer Beziehung veranlaßt und mit Erfolg gethan.

Vor Allem aber hat der Verein sein geselliges Programm fest im Auge behalten und zu immer höherer Bedeutung entwickelt. Die Stiftungsfeste und Gedächtnißtage zur Feier unserer großen Genien legen dafür ein glänzendes Zeugniß ab. Jene Aufführungen zu Ehren Schiller’s, Lessing’s, Uhland’s und Shakespeare’s Jubiläum sind Glanzpunkte in dem Leben der Berliner Presse und geben ihr zugleich Gelegenheit, ihre Wirkung weit über den engen Kreis der Sonderbestrebungen zu entfalten. Manches Wort, das da gesprochen, manches Lied, das da gesungen, hat eine allgemeine Verbreitung und seinen Widerhall in den Herzen von Tausenden gefunden. – An solchen Tagen bietet der Verein ein ebenso belebtes wie interessantes Bild und zugleich die Gelegenheit, die größte Anzahl unserer namhaften Schriftsteller kennen zu lernen. An der Spitze befindet sich der zeitherige Vorsitzende, Herr Alexis Schmidt, der Redacteur der Spenerschen Zeitung, welcher hauptsächlich seiner humanen Liebenswürdigkeit diesen Ehrenposten im Verein zu verdanken hat. Durch seine milde Freundlichkeit weiß er die Gegensätze zu versöhnen und stets den getrübten Frieden wiederherzustellen. Mit schlichten Worten eröffnet er die Versammlung und begrüßt die Anwesenden mit freundlichem, herzgewinnendem Lächeln. An seiner Seite sitzt sein Stellvertreter, eine feine, schmächtige Gestalt von jugendlichem Aussehen, mit fast weiblichen, geistvollen Zügen. Jetzt erhebt er sich, um zu sprechen; seine Worte klingen aber männlich, scharf und klar wie Schwerterhiebe und leuchten wie Blitze. Das ist Karl Frenzel, der bekannte[WS 1] Feuilletonist der National-Zeitung, der Verfasser jener fein ausgeführten Literaturbilder und Studien, außerdem ein beliebter Novellist und Romanschriftsteller. Ihm gegenüber sitzt breit und gedrungen Berthold Auerbach, der Dichter der Dorfgeschichten. Sein schlanker Nachbar mit dem scharf geschnittenen Gesicht und dem sarkastischen Lächeln ist Dr. Lindner, der Chefredacteur der Vossischen Zeitung, ein eifriger Anhänger der Schopenhauer’schen Philosophie und zugleich einer unserer bedeutendsten Musik-Theoretiker, dessen Geschichte der Oper und Abhandlungen über die Tonkunst zu den vorzüglichsten Leistungen auf diesem Gebiete mit Recht gezählt werden dürfen.

Dort der alte Herr mit den schneeweißen Haaren und dem charakteristischen Kopf, eine würdige Aufgabe für den Maler, ist Professor Gubitz, der Nestor unserer Kritik und zugleich der Vater der Berliner Holzschneidekunst. Bald achtzig Jahre alt, hat er die verschiedensten Literaturepochen mit durchlebt und zu den bedeutendsten Erscheinungen der Kunst und des Theaters in naher Beziehung gestanden. Der jugendliche Heinrich Heine, Achim von Arnim und Clemens Brentano waren Mitarbeiter an dem von ihm herausgegebenen „Gesellschafter für Geist und Herz“ und verdanken ihm zum Theil ihre Einführung in die Literatur. Karl Maria von Weber, die unvergeßliche Bethmann zählten zu seinen Freunden, und der berühmte Fleck, den Tieck für den ersten Schauspieler Deutschlands hielt und mit Begeisterung verherrlichte, war der Vater seiner Frau, mit der es ihm noch vor Kurzem vergönnt war, die goldene Hochzeit festlich zu begehen. Wie der Nestor Homer’s weiß er uns von alten Zeiten, von schönen Tagen und den großen Erscheinungen seiner Jugend zu berichten, und gern lauschen wir seinen interessanten Erzählungen aus der Franzosenzeit, von Iffland’s Bühnenleitung, von Ludwig Devrient’s genialer Erscheinung, von der ersten Aufführung des Freischütz in Berlin, von dem wunderlichen Treiben der Romantiker, von Zacharias Werner, von der alten Mittwochsgesellschaft, an der sich Chamisso, Hitzig und noch andere bedeutende Persönlichkeiten betheiligten. Mit einer seltenen Rüstigkeit arbeitet der greise Gubitz nach wie vor; er fehlt bei keiner wichtigen Vorstellung im Schauspielhaus und schreibt regelmäßig seine Kritik darüber für die Vossische Zeitung mit genauer Sachkenntniß und in dem ihm eigenen charakteristischen Styl. Jahr aus Jahr ein läßt er auch seinen bekannten Volkskalender, das Original unzähliger Nachahmungen, mit den unter seiner Leitung ausgeführten Holzschnitten erscheinen. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der Abfassung seiner Memoiren, welche gewiß einen wichtigen Beitrag zur Literatur- und Culturgeschichte der Gegenwart abgeben werden.

An den nächsten Tischen finden wir die jugendlichen Kräfte des Vereins vertreten und gemüthlich um die funkelnde Flasche geschaart. Zwei dramatische Dichter sind im eifrigen Gespräch über das Theater begriffen; der ältere von beiden, welcher mit besonderer Lebhaftigkeit seine Meinung verficht und dabei die seltsamsten Anschauungen und Paradoxen entwickelt, ist der Verfasser des „Narciß“, der Dichter Brachvogel, einer der originellsten Autodidakten und schon beim oberflächlichen Anblick auffallend durch seine eigenthümliche Physiognomie, breite Stirn, kleingeschlitzte Augen, die bald dämmernd vor sich hinzuträumen scheinen, bald unerwartet aufblitzen, hervorstehende Backenknochen und das lange, schlichte Haar genial zurückgeworfen. Ursprünglich zum Graveur bestimmt, folgte er seiner Liebe zur Poesie, nicht ohne schwere Kämpfe und Entbehrungen. Einige Zeit war er bei dem bekannten Wolf’schen Telegraphenbureau angestellt; auch bekleidete er den Posten eines Theatersecretairs bei der Kroll’schen Bühne in Berlin. Verschiedene lyrische Versuche, die jedoch eine gewisse Originalität und Gedankentiefe bekundeten, fanden wenig oder gar keine Beachtung. Ebenso war die Aufnahme, welche das Publicum einigen dramatischen Arbeiten auf Bühnen zweiten Ranges zu Theil werden ließ, keineswegs ermuthigend, während die Kritik schon damals das Talent des Dichters anerkannte und auf ihn aufmerksam machte. Da erschien sein Trauerspiel „Narciß“ auf dem königlichen Theater und errang am ersten Abend einen beispiellosen Erfolg, der über Brachvogel’s Ruf und Lebensstellung entschied. Sein jüngerer College, welcher sich durch eine gewisse Eleganz der äußeren Erscheinung hervorthut, ist Karl Heigel, dessen Drama „Marfa“ und kleinere Novellen eine reiche poetische Begabung verrathen und eine schöne Zukunft hoffen lassen, wenn die reiferen Früchte diesen Blüthen einst entsprechen sollten. Als Dritten im Bunde begrüßen wir einen Künstler, der[WS 2] ebenso auf dem Theater wie in der Schriftstellerwelt heimisch ist, den unsern Lesern durch manchen interessanten Beitrag wohlbekannten Hofschauspieler George Hiltl. Zu den Dreien gesellt sich der Lyriker Julius Rodenberg, welcher, mit seinem poetischen Talent einen feinen und scharfen Blick für „Land und Leute“ verbindend, in seinen Reiseskizzen ebenso interessante wie belehrende Bilder, besonders aus England, Schottland, Wales und Irland, veröffentlicht hat.

Wir wissen nicht, ob Zufall oder Sympathie hier die humoristischen und satirischen Elemente der Versammlung zusammengeführt hatte. Da sitzt der gefürchtete Feuilletonist Kossak und seine Rede fließt so sanft und einschmeichelnd, als könnte er kein Wässerlein trüben, während er mit seiner Feder so scharf zu geißeln weiß. Mit jovialem Lachen begleitet Adolf Glaßbrenner die harmlosen Auslassungen des gefürchteten Kritikers, indem er den perlenden Champagner von Zeit zu Zeit mit Kennermiene [144] prüft und das leere Glas von Neuem füllt. Die gemüthliche Gruppe wird noch durch die beiden Gelehrten des Kladderadatsch, den liebenswürdigen Dohm und den heiteren Rudolf Löwenstein, vervollständigt. Dies vierblättrige Kleeblatt repräsentirt eine wahre Schatzgrube von Witz, Humor, guter Laune, aber auch ein Arsenal von scharfer Malice und einschneidender Satire, von gefährlichen Spitzkugeln und in ganz Deutschland, selbst in Frankreich von „Ihm“ gefürchteten Zündnadelgewehren.

Immer größer wird das Gewühl, aus dem wir nur die hervorragendsten Persönlichkeiten herausgreifen wollen. Die beiden älteren gesetzten Herren, welche sich so eifrig unterhalten, sind der würdige Zabel, Redacteur der Nationalzeitung, und Director Lehmann, der verdienstvolle Herausgeber des Magazins für Literatur des Auslandes. An demselben Tische bemerken wir noch Guido Weiß. einen der bedeutendsten und schärfsten Publicisten Berlins, der jetzt das von Johann Jacoby neu begründete demokratische Organ „die Zukunft“ leitet, den liebenswürdigen Kletke, als Lyriker und fleißiger Sammler bekannt, den fleißigen Literaturhistoriker und Dichter Pröhle, vor Allen aber Julian Schmidt, dessen Leistungen auf demselben Gebiete nicht erst erwähnt zu werden brauchen. Auch bei dem Letzteren dürfte die äußere, überaus zierliche, fast mädchenhafte Erscheinung kaum den männlichen Kritiker vermuthen lassen, obgleich das scharfe Gesicht und der durchdringende Blick eine gewisse geistige Energie verrathen. Zwei Jünger der Themis, der Herausgeber der deutschen Juristenzeitung, Stadtrichter Hiersemenzel, und Assessor Lasker, als politischer Schriftsteller und Mitglied des Abgeordnetenhauses ausgezeichnet, sind hier die Wächter des Rechts und vertreten den Verein in allen juristischen Fragen und Interessen mit anerkennungswerthem Eifer und Scharfsinn, während das Finanzministerium in den Händen des immerwährenden Cassirers Schweitzer ruht, der die Handelsnachrichten und Börsenberichte für die Nationalzeitung redigirt. Da sind noch Friedrich Adami, der Verfasser manches trefflichen Bühnenstücks, auch als dramatischer Kritiker und populärer Geschichtsschreiber geachtet, Niendorf, der märkische Dichter der reizenden „Hegler Mühle“, der talentvolle Novellist Habicht, der bekannte populäre Geschichtsschreiber und liberale Stadtverordnete Streckfuß mit seinem Collegen Runge, der vielgenannte Nationalökonom Prince-Smith und Maron, dem wir eine treffliche Beschreibung der preußischen Expedition nach Japan zu verdanken haben, ferner der fruchtbare Mützelburg, welcher schon mehr Romanbände geschrieben hat, als er Jahre zählt, Ferdinand Schmidt, der beliebte Jugendschriftsteller und Verfasser einer preußischen Geschichte, der durch populäre Soldatengeschichten bekannt gewordene Ferdinand Pflug und Karl Ruß, dessen gemeinverständliche naturwissenschaftliche Aufsätze zahlreiche Leser und Freunde in den verschiedensten Blättern finden. Drei Buchhändler, Jonas, Simon und Hofmann, der Herausgeber und Besitzer des Kladderadatsch, legen Zeugniß für das gute Einvernehmen zwischen Verleger und Schriftsteller ab, während Professor Stern, einer der ersten Musiker Berlins, die innige Verbindung zwischen Poesie und Musik bekundet, Moritz Gumbinner aber als Vorsitzender der Vergnügungs-Commission sich bei allen festlichen Gelegenheiten als geschickter Anordner bewährt und wesentlich durch seinen Eifer zum Gelingen beiträgt.

Billig gedenken wir auch der Dahingeschiedenen, unter denen wir zunächst den talentvollen Novellisten und Romanschriftsteller Otto Ruppius und den geistvollen Publicisten Fischel hervorheben, der auf einer Reise nach Paris unter den Rädern eines vorüberfahrenden Omnibus einen unerwarteten und beklagenswerthen Tod fand. Schon dieser flüchtige Blick wird genügen, die Bedeutsamkeit der Berliner Presse zu erkennen. Vermißt man auch in dem Verein noch manchen klangvollen Namen, manche Berühmtheit, haben auch vielleicht andere Städte in Deutschland im Einzelnen größere und um die Literatur verdienstvollere Männer aufzuweisen, so repräsentirt doch die Berliner Presse in ihrer Gesammtheit ein immerhin ansehnliches und gewichtiges Capital von Geist, Bildung und Tüchtigkeit, mit dem sich ein hoher Grad von Streben und Regsamkeit nach allen Seiten verbindet, so daß an dem Gedeihen und Fortschreiten derselben nicht gezweifelt werden kann.

M. Ring.

  1. Durch ihre neulichen in den Zeitungen vielbesprochenen Unterstützungsconcerte für hülfsbedürftige Schriftsteller ist die „Berliner Presse“ wieder in den Vordergrund getreten.
    D. Red.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: bebekannte
  2. Vorlage: den