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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Dorf Monstab
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 381–382
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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75) Das Dorf Monstab.
S. Altenburg. Kirchengalerie Lief. 31. S. 151.

Das Dorf Monstab, eine Stunde westlich von Altenburg gelegen, ist sehr alt. Man sagt, es hatten Andächtige dereinst mit Stäben wie die Jacobsbrüder bei Mondschein nach der dortigen Kirche gewallfahret und davon habe es seinen Namen erhalten. Nach andern hat es davon seine Benennung erhalten, daß hier einmal irgendwo ein zur Mahnung oder Weisung dienender Stab errichtet war. Man erzählt nun auch, daß einst die Einwohner von Pegau hier ihre Kinder taufen ließen und die Kriebitscher diesen einen Weg durch ihre Flur, den Pegauer Taufsteig, gestatten mußten, ja daß ein greises Weib in Kriebitsch dem Pfarrer Tauchwitz (zwischen 1567–1600) berichtet habe, sie erinnere sich noch selbst, wie aus jener Stadt viele Kindlein nach Monstab getragen worden seien. Auch erzählt man, daß viele Bürger von Zwickau sich bei hiesiger Kirche begraben ließen. Seit 1445 [382] brannte aber in derselben ein ewiges Licht, welches Johann Tzsahadras auf Romschütz gestiftet hatte, weil ihn bei nächtlicher Irrfahrt ein auf dem Kirchthurme plötzlich erschienenes Licht wieder zurecht gebracht hatte.