Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor: unbekannt
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Briefe mit unvollständigen Anschriften
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 36
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[36] Briefe mit unvollständigen Aufschriften. Die Findigkeit der Jünger Stephans wird im Deutschen Reiche allgemein gerühmt, und es ist bekannt, daß der Spürsinn derselben namentlich in den großen Hauptstädten oft auf eine harte Probe gesetzt wird. Welchen Aufwand beamtlicher Thätigkeit die Ermittelung solcher Adressen in Berlin verlangt, darüber werden folgende Mittheilungen gemacht. Es gehen in Berlin täglich etwa eine halbe Million Postsendungen ein: darunter befinden sich im Durchschnitt 10000 Briefe mit unvollständigen Adressen. Das Nachschlagen der 10000 Namen im Adreßbuch erfordert täglich 333 Arbeitsstunden und bildet die dauernde Thätigkeit von 35 Beamten bei zehnstündiger Dienstzeit. Mehr als 30 Namen können in der Stunde nicht nachgeschlagen werden, da es unter diesen Namen viele so verbreitete giebt, daß sie mehrere Seiten des Adreßbuchs füllen. Außerdem benutzt die Post auch anderes Material zur Ermittelung unzureichend bezeichneter Wohnungen: ein Oberpostsekretär, zehn ältere Beamte, fünfundzwanzig Sortirer und ein Postschaffner sind damit beschäftigt. Und doch werden täglich 2000 Briefe und 200 Drucksendungen als unbestellbar an die Aufgabeorte zurückgeschickt.      †