Beschreibung des Oberamts Künzelsau/Kapitel B 5

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5. Aschhausen,

Gemeinde III. Kl., mit 301 Einw., worunter 15 Evang., Filial. von Schönthal, und 7 eigener Konfession.

Aschhausen, mit Oberkessach die äußerste Nordwestecke des Oberamts bildend, liegt in dem reizenden Thal des Erlenbachs, der nahe dem Oberamt Mergentheim bei Assamstadt entspringt| und sich unweit von dem badischen Städtchen Ballenberg mit einem zweiten Bache vereinigt. Während die nördlichen Höhen von Aschhausen den kahlen winterlichen Charakter des badischen Baulandes theilen, zeigt die imponirende Lage des Schlosses auf dem rechten Ufer über dem Erlenbach mit seinem schönen Hintergrund, einem herrlichen Wald, und auf dem linken Ufer das am Thalhang aufwärts sich ziehende Dorf, beherrscht von seiner freundlichen Kirche und dem Gottesacker, entschieden malerische Reize.

Die meist weißgetünchten Häuser stehen an der Hauptstraße, welche nach Bieringen und Oberkessach, wie nach dem nahen Baden führt. Einige wenige Häuser, so das gräflich Zeppelinsche Amthaus, stehen auf dem rechten Ufer.

Die dem heiligen Georg geweihte kleine Kirche steht hoch über dem Erlenbachthal, umgeben von dem freundlich gehaltenen Gottesacker, der einige schöne neuere Sandsteinmonumente hat, und bietet einen hübschen Blick auf das massige Schloß und das Thal. Sie wurde 1833 im einfachsten Stil von der Königl. Staatsfinanzverwaltung gebaut an der Stelle einer alten kleinen schon 1315/16 (Schönhuth, W. F. 6, 161.) gestifteten Kirche. Das Innere ist in neuerer Zeit freundlich hergestellt. Der Chor wird gebildet durch Einbau der Sakristei und eines Treppenhauses in die Süd- und Nordecke der Ostwand und hat einen schönen, von Benz in Gmünd würdig hergestellten Hochaltar in gothischem Stil. Im Schiff befinden sich noch 2 Seitenaltäre, dem h. Joseph und h. Maria geweiht, und die Kanzel, sämmtlich in demselben Stil gehalten wie der Hochaltar und von demselben Künstler geliefert. Die Decke ziert ein großes Gemälde, die Anbetung der heil. 3 Könige. Die Orgel wurde von Schäfer in Göppingen in neuerer Zeit aufgestellt. Durch geschmackvolle Bemalung ist aus dem magazinartigen Gebäude ein würdiges Gotteshaus geworden.

Den Thurm bildet ein kleiner Dachreiter, auf dem 3 kleinere Glocken hängen, zwei birnförmige und eine 1842 von König in Langenburg umgegossene.

Bei dem Neubau der Kirche wurden die alten Grabdenkmäler beseitigt, das des Abtes Brunnquell von Schönthal, der 1795 hier starb, wurde zerschlagen. An der nordöstlichen Seite der Kirche ist ein altes unschönes Grabdenkmal eingemauert, aber ohne Inschrift, vielleicht den berüchtigten Hans Georg von Aschhausen vorstellend. Es hat die Wappen: Aschhausen, Crailsheim,| Gumppenberg. Nach der Matrikel der Herren v. Crailsheim war Wilh. v. Crailsheim, † 1516, verehlicht mit Anna v. Gumppenberg.

Im Schlosse befinden sich zwei der früher in der Kirche befindlichen Grabsteine, davon der eine, stark zerstümmelt, einen Herrn von Aschhausen darstellt, der andere eine Frau mit zwei Kindern. Nach den Wappenschildern (Vogel: Göler, und Hüfthorn: Horneck) ist es wohl Katharine Göler, die Gattin Gottfrieds von Aschhausen.

Die Unterhaltung der Kirche ist Sache der Kirchengemeinde.

Das sonnig unterhalb der Kirche gelegene Pfarrhaus wurde im Jahr 1793 vom Kloster Schönthal erbaut und ist vom Staate zu unterhalten.

Das Schulhaus, ein ansehnlicher Bau, am oberen Ende des Dorfes gelegen, enthält die Gelasse für die Gemeindebehörden, ein Lehrzimmer und die Wohnung des Lehrers. Es wurde 1842 erbaut. Die Baulast hat die Gemeinde.

An öffentlichen Gebäuden besitzt die Gemeinde noch ein Armenhaus und ein Schafhaus.

Im Thal befindet sich eine schöne Mühle, über deren Thüre das Wappen der Herren von Aschhausen und Zobel mit der Jahreszahl 1573 angebracht ist.

Sie dürfte demnach von Gottfried von Aschhausen, würzburgischem Amtmann zu Lauda † 1581 und seiner Gattin Brigitta Zobel erbaut sein. Das Wappen Aschhausen-Zobel kehrt in reicher Verzierung am Pächterhause wieder, ist aber jünger. Es weist wohl auf den letzten Herren v. Aschhausen Johann Gottfried 1657 und seine Gemahlin Marie Magdalene Zobel hin.

An der Straße nach dem Schloße stand früher eine kleine Kapelle, und daneben ein Sühnekreuz für den am Donnerstag nach Oculi 1538 (Biedermann, Schönhuth hat W. F. 6, 161 1532. S. 162, 1530.) von seinem Diener erschossenen Hans Gottfried von Aschhausen. Auf dem Kreuze war ein Reliefbild des Mordes mit der Inschrift: Am Donnerstag nach Oculi 1533 ist uf diesem Platz erschossen worden der edel und ernvest Hans Gottfried von Aschhausen, dem Gott gnad.

Hoch über dem Thal auf dem rechten Ufer des Erlenbachs dem Dorf gegenüber liegt das Schloß des Grafen von Zeppelin mit stattlicher Front, von zwei gewaltigen Thürmen flankirt, von denen der Nordostthurm noch dem zweiten Schloß angehörte, welches nach der Zerstörung 1523 wieder aufgebaut wurde. Von| dem ursprünglichen Sitz der Edelherren von Aschhausen besteht nur noch ein Theil des 4eckigen alten Bergfrieds mit 5 Stockwerken, von dem noch ein Stück von 80′ Höhe mit moderner Kappe erhalten ist. Ursprünglich war er nur in der Höhe von 30′ zugänglich, 1568 wurde eine Thüre hineingebrochen. Das nach der Zerstörung 1523 wieder aufgebaute Schloß liegt etwas niederer. Über dem Eingang zum alten Schloßkeller findet sich die Jahreszahl 1537. Das jetzige Schloß wurde von Abt Angelus von Schönthal im Renaissancestil erbaut und dabei die Reste der im 16. Jahrhundert erbauten Burg, welche 20′ tiefer als die alte lag, mit benützt, so der alte Thurm mit dem Burgverließ und wohl auch der Keller. Abt Angelus richtete zugleich eine Kirche im Schloße ein für den Gottesdienst der Gemeinde Aschhausen, welche 1748 am 4. Nov. von Weihbischof v. Gebsattel geweiht wurde, nachdem die Gemeinde sich bisher im Winter mit der am 6. Nov. 1696 geweihten Nikolauskapelle (Kirchenbuch v. Aschhausen) hatte begnügen müssen.

Hinter dem gutunterhaltenen Schloß, das eine Sammlung von Alterthümern und Münzen aus der Gegend enthält, befindet sich das Pächterhaus mit seinen Ökonomiegebäuden.

Unter dem Schloß im Erlenbachthal ist ein kleines Waldhäuschen Hippolyten-Ruhe, dem Andenken der Gräfin Hippolyta v. Zeppelin geweiht, ein liebliches Plätzchen in stiller Waldeinsamkeit.

Mit gutem Trinkwasser ist Schloß und Dorf wohl versehen. Ins Schloß wird das Wasser in irdenen Deicheln geleitet. Das Dorf hat 2 Pumpbrunnen. Im Schloß befindet sich eine Wette und beim Waldhäuschen ein Weiher, der abgelassen werden kann. Der kleine Erlenbach tritt beim Schneegang zuweilen aus und verursacht wenig Schaden.

Dem Verkehre dienen die Straßen nach Bieringen, Ober-Kessach und Osterburken.

Eine Eigenthümlichkeit ist der Reichthum an Erdfällen auf der Markung, davon 2 trichterförmige im Lochacker, einer im Plattenwald und einer im Sauerthal.

Die Einwohner sind fleißig und sparsam und kirchlich, körperlich gesund und von ziemlicher Lebenskraft. Zwei Einwohner sind über 80 Jahre alt.

Der Vermögensstand der Einwohner ist ein mittlerer. Die Haupterwerbe sind Landwirthschaft und Viehzucht. Der größte Grundbesitzer ist Graf v. Zeppelin mit 560 Morgen. Der| Mittelmann besitzt 45–50 Morgen Äcker und 3–7 Morgen Wald, der geringere Mann 5–10 Morgen. Die nothwendigsten Handwerke sind vorhanden, wie Schuhmacher und Schneider. Die Wasserkraft des Erlenbachs wird von einer Mahlmühle mit Ölmühle und Hanfreibe benützt. Ein Krämer und 2 Schildwirthschaften genügen den Bedürfnissen des Dorfes.

Die großentheils in der Höhe gelegene Markung, welche wohl abgerundet ist, hat einen mittelfruchtbaren, steinigen Boden; Lehm und Thon herrschen vor. Das Klima ist milder als in dem anstoßenden badischen Bauland, gehört aber zu den rauheren des Landes. Hagelschlag hat die Markung binnen 30 Jahren 2 mal getroffen. Als Wetterscheide gilt der Steinigwald.

Der Wald auf der Markung gehört mit 529 Morgen dem Staat und 490 Morgen dem Grafen v. Zeppelin.

Die Brach- und Stoppelweide wird mit einheimischen Schafen befahren, das Weiderecht gehört theils der Herrschaft, theils der Gemeinde. Die Pferchnutzung erträgt 450 Mark.

3 Morgen Gemeindegüter sind dem Farrenhalter überlassen.

Der Ortsschäfer hält Sommer und Winter 400 Stück deutscher Schafe.

Aschhausen ist einer der wenigen Orte im Bezirk, wo die Bienenzucht mit Erfolg betrieben wird und auch im Zunehmen begriffen ist. Der Betrieb geschieht nach dem neuen System des Mobilbaus in Dzierzonstöcken. Honig wird ziemlich viel abgesetzt.


Alterthümer. Östlich von Aschhausen lag der Ort Ottohausen gegen Erlenbach und Heßlingshof. Auf dem Höhebuckel standen ebenfalls Gebäude, woran der Flurname Hausgiebel erinnert. Nördlich von Aschhausen gegen die badische Grenze liegen die Schanzäcker. Unterhalb Aschhausen im Thal war eine alte Malstätte. Reg. 1286.

Von Flurnamen sind bemerkenswerth; Brazelbaum, Deußer, Döbel, Frauenäcker, Hanberg, Hildenjörgen, Rennberg, Rüben, Schlüssel, obere Schmitt, Teufelsäcker.


Geschichte. Aschhausen, alt Askeshusen, später auch Ashusen, Asthausen, Behausung eines Azico, Asco, ursprünglich Sitz eines Dynastengeschlechtes, das wahrscheinlich mit den Edelherrn von Weinsberg-Bebenburg identisch ist, dann eines Krautheimischen Dienstmannengeschlechtes, gehörte vom 13. Jahrhundert an einem Zweige der Herren von Klepsheim| (Leygaste), welche das Rad im Wappen führten. Neben ihnen erscheinen die Herren von Aschhausen mit dem Vogel im Wappen. Von 1378 sind die Braubache von Angelloch Ganerben in Aschhausen. Eine Zeit lang saßen auch die aus Grünsfeld bad. Amt Tauberbischofsheim stammenden Pfale zu Aschhausen, welche seit 1334 sich Pfale von Urhausen nannten. Da sie das Aschhauser Radwappen führten, scheinen sie durch Heirath mit einer von Aschhausen (Hiltegard) Besitz in Aschhausen bekommen zu haben. W. F. 5, 21, 464.

Nach dem Aussterben der Herren v. Aschhausen 1657 fiel Aschhausen, das seit 1315 Mainzer Lehen war, an Mainz, welches auch den Aschhauser Allodialbesitz erworben hatte. 1671 verkaufte Mainz das Rittergut an das Kloster Schönthal um 31.000 fl. Schönthal besaß alle Obrigkeit, die Vogtei, die Centjurisdiktion. Ein Hochgericht, das 1703 noch nicht bestand, wurde 1712 auf dem Galgenberg errichtet.

Nach der Säkularisation von Schönthal an Württemberg gekommen, wurde von König Friedrich das Rittergut Aschhausen 1803 mit der Reichs-Erbpannerwürde an den Grafen Joh. Friedr. Karl Zeppelin, Sohn seines verdienten Ministers Joh. Karl v. Zeppelin († 14. Juni 1801) verliehen. (Über dieses alte, in Mecklenburg und Pommern erbgesessene, 1286 urkundlich mit Heinrich Cepelin zuerst auftretende Geschlecht s. Fromm, Geschichte der Familie v. Zepelin, Schmerin 1876.)

Das einschneidendste Ereignis für Aschhausen war die Zerstörung der Burg 1523. Hans Georg von Aschhausen war einer der Helfershelfer des Raubritters Hans Thomas von Absberg. Deshalb wurde vom Schwäbischen Bund Jörg Truchseß von Waldburg mit Zerstörung des Schlosses beauftragt. Alle Güter und Dörfer des Ritters wollte der Bund konfisziren. Am 24. Juni 1523 schickte der Truchseß einen Feindesbrief nach Aschhausen und ordnete den Bürgermeister Dornsperg von Überlingen ab, die Burg zu erobern. Derselbe fand keinen Widerstand, aber alles war ausgeräumt, Geschütz und Fahrnis geflüchtet, so daß ihm nur übrig blieb, die Burg auszubrennen. Baader, Absberg. Publik, des lit. Vereins S. 82. Freilich hatten damit die Raubzüge des Hans Georg von Aschhausen kein Ende. S. oben S. 237 f.


Kirchliches. Aschhausen ursprünglich wahrscheinlich Filial von Merchingen (bad.), war 1353 eine selbständige Pfarrei und| gehörte ins Kapitel Buchen. Die Kirche soll von Gottfried v. Aschhausen dem älteren 1316 gebaut sein. Die Pfarrei hatte Einkünfte in Hüngheim, welche 1461 für solche in Merchingen eingetauscht wurden. Die Kirche gieng wohl mit dem Schloß 1523 zu Grunde. Einen Pfarrer hielten die Schloßherren später nicht mehr, sondern ließen die Gemeinde durch die benachbarten Pfarrer pastoriren, z. B. 1655 von Ballenberg aus, 1656 von Pfarrer Hauck in Westernhausen; 1662 heißt der Pfarrer von Sindeldorf capellanus von Aschhausen. 1671 war Aschhausen Filial von Winzenhofen. Auf Bitten des Abts Christoph von Schönthal machte es der Bischof von Würzburg zum Filial von Bieringen. Bald bekamen aber die Mönche im Schloß, welche die Ökonomie besorgten, auch die Pastoration. 1685 verlangte Bischof Fr. Ludw. von Würzburg die Bestellung eines eigenen Kuraten aus der Zahl der Klostergeistlichen, 1807 wurde die bisherige Kuratie zur Pfarrei erhoben.


Pfarrer: Steffan, Endres 1461. Molitor, Seb. Ant. 1800/08. Andreas Philipp Ament, zuvor Subbursarius des Klosters Schönthal, Pfarrer 1808/43, Kapitelskämmerer bis 1825. Betz, Joseph 1846.


Regesten den Ort und Adel außer den Herren von Aschhausen betreffend.

1267. Wolprand v. Azmistatt advocatus in Ashusen. (Bauer.)

1286. Verhandlung auf der Wiese unter Schloß Aschhausen. (Bauer.)

1312. Konrad Pfal v. A. vermacht dem Kloster Schönthal Wiesen. W. F. 5, 18.

1316. Konrad Pfal s. Regesten der Herren v. Aschhausen.

1318. Konrad Pfal v. A. und seine Gattin Hiltegard ändern das Vermächtnis an Schönthal. W. F. 5, 19.

1321 wird Konrad Pfal v. A. mit dem Kloster Schönthal vertragen. W. F. 5, 19.

1322 s. Ginsbach. Von 1334 nennen sich die Pfale „von Urhausen“ s. Bieringen.

1324. Konrad Pfal v. A. gibt dem Kloster St. Agnes in Würzburg Korngült zu Kist (wo?) zu einem Seelgeräthe. Reg. boic. 6, 150.

1334. Konrad Pfal v. Urhausen gibt dem Kloster Schönthal einen Weinberg zu Lehen. Staatsarch.

1353. Konrad v. Thalheim kauft Gülten zu Aschhausen für 10 Pfd. Staatsarch.

1353. Konrad v. Thalheim verkauft der Pfarrei Gülten um 10 Pfd. Staatsarch.

| 1354. Konrad Pfal v. U. und seine Gattin Margarete verkaufen einen leibeigenen Mann an den Deutschorden zu Mergentheim. W. F. 5, 19.

1368. Konrad und Alhus, Kinder Konrad Pfales, unter der Vormundschaft Fritz v. Bieringen. W. F. 5, 19.

1378. Hans v. Angelach und Peters v. Fechenbach und ihre Kinder Wilhelm und Schwicker v. Angelach und Hans v. Aichhusen, Heinzen sel. Sohn, vergleichen sich, daß ihre Kinder die Eltern zu gleichen Theilen beerben sollen. (Bauer.)

1393 Freit. vor Lätare vereinigen sich Götz v. Adelsheim, Kunz v. Berlichingen, Götz, Herold, Hans und Leytgast v. Aschhausen, Hans und Hein v. Bieringen, Wilhelm und Eberhart v. Anglach über den Burgfrieden v. Aschhauseu. Staatsarch.

1405. Adelheid Pfälin, Witwe Hans Eisenhuts, verkauft Güter zu Thainbach. (Bauer.)

1411 dieselbe, gesessen zu Krautheim, verkauft Güter zu Dittigheim, Oberschüpf und Königshofen an Schönthal. W. F. 4, 61. 5, 20.

1418. Hans Ysenhut und Adelheid Pfälin verkaufen den halben Zehnten zu Winzenhofen an Schönthal. Staatsarch.

1435. Dietrich, Erzbischof v. Mainz, belehnt Jakob v. Angelach, Eberh. Sohn, mit 1/7 an der Burg und dem Vorhof zu A. Staatsarch.

1462. Hans v. Braubach genannt v. Angelach, Mönch zu Odenheim, verzichtet auf sein Erbe gegen 6 fl. Gült und 2 fl., bis er Priester wird, Staatsarch., verkauft das Leibgeding 1472 an seinen Bruder Wilhelm. Staatsarch.

1472. Phil v. Brubach genannt v. Angelach macht einen Erbvertrag zwischen Wilh. und Phil. jun. v. Brubach. Letzterer verzichtet gegen 400 fl. auf Aschhausen. Staatsarch.

1477. Phil. und Wilh. v. Brubach verkaufen ihren Theil an A. sammt Gütern und Gülten zu Merchingen, Winzenhofen und Heßlingshof an Hans und Jörg v. A. um 900 fl. (Bauer.)

1478 21. Febr. Melch. Fuchs v. Kannenberg und Anna v. A. sagen Hans und Georg v. A. ein Vorkaufsrecht für den von ihnen erkauften Angelachischen Theil an Aschhausen zu.

1478 trägt Phil. v. Brubach statt A. den Sershof an Mainz zu Lehen auf. Staatsarch.

1479. Marg. v. Brubach, Nonne zu Höchst, verzichtet auf das Erbe ihrer Eltern, Jak. v. Brubach v. Angelach und Barbara Sinoldin, zu Gunsten ihres Bruders Wilhelm. Staatsarch.

1482. Phil. v. Brubach und seine Gattin Anna Kistnerin übergeben Wilhelm v. Brubach den Anspruch an die 900 fl. Kaufgeld für Aschhausen. Staatsarch.

1634. Joh. Ernst de Gruneneck zu Tringlerbreit in Aschhausen. (Kirchenbuch v. Bieringen.)

1636 30. März. D. Nippenburg in Aschhausen, ib.

1636 13. April. Wambelroth, Excellenz, mit Soldaten im Quartier zu A., ib.

1674 10. Okt. ein Reiter von der Kompagnie Ramm unter Feldzeugmeister Homburg konvertiert sterbend. Kirchenb. v. Aschh.

1675 12. April sächsische Reiter in A., ib.

1695 29. Okt. ein pfälzischer Hauptmann 3 Tage im Quartier, ib.

1704 werden 50 fl. zum Schuldienst gestiftet, ib.

| 1714 verunglückt Schulmeister Mich. Mebes in der Mühle.

1795. † Abt Brunnquell zu Aschhausen.

1811 7. Aug. stirbt der letzte Abt Maurus Schreiner von Schönthal zu Aschhausen. (Kb.)


Von den Herren von Aschhausen s. oben S. 360. Wir geben im Folgenden die Regesten der Edelherren und der älteren Dienstleute und stellen die des Leygastischen Geschlechtes der Kürze halber unter den Personen zusammen (cfr. die Herren von Seldeneck OA. Mergentheim S. 476). Der Besitz dieses Geschlechts war ein ansehnlicher, aber wechselnder. Die Orte, in welchen sie Güter, Rechte und Gülten besaßen, waren: im OA. Künzelsau Altdorf, Altkrautheim, Aschhausen, Bieringen, Buchelech, Buchenbach, Crispenhofen, Diebach, Dörzbach, Dörrenzimmern, Ebersthal, Mannbrunn, Marlach, Ober-Ginsbach, Sershof, Siegelhof, Stachenhausen, Unter-Ginsbach, Urhausen, Westernhausen; im OA. Hall Hessenthal 1363. Westheim 1360. OA. Mergentheim Althausen 1358. Laudenbach 1322. Lustbronn 1378. OA. Neckarsulm Cleversulzbach 1336. Kocherdürn 1349. Widdern 1452. OA. Öhringen Obersöllbach 1380. Orendelsall 1385. OA. Weinsberg Eberstadt 1319. Weinsberg 1342. Im Großherzogthum Baden Adelsheim 1567. Benzenweiler 1303 ff. Erlenbach 1295 ff. (Gommersdorf 1194. 1214.) Hedigbeuern 1569. Hergersthal 1520. Heßlingshof 1477. Hochhausen 1338. Horrenbach 1350. Klepsheim (Klepsau) 1415. Merchingen 1303. 1334 (mit der dortigen Gemeinde hatten die Herren von Aschhausen im 16. Jahrh. fortwährend Streit um den Dienst, Frohnen etc.). Oberndorf, Oberwittstadt 1564. Schüpf 1366. Winzenhofen 1349. 1360. 1418. Wimmersbach 1467. Mainzer Lehen war Aschhausen, hohenlohisches Assumstadt und Wertheimisches Merchingen und Oberndorf, welche nach dem Aussterben der Herren von Aschhausen 1657 an den Lehensherrn fielen. Hohenlohe sprach auch das Ritterpferd und den Küraß an. Hans. II, 250. Zum Wahlspruch hatten sie: Vivit secure, cui non est curia curae. Hans. II, 214.


a) Edelherren.

1163. Theodoricus de Askeshusen Zeuge in der Bestätigungsurkunde Bischof Heinrichs für Schönthal. W. U. II, 146.

1194. Conrad de Aschehuszen schenkt dem Kloster Schönthal seinen Hof in Gommersdorf sammt Zugehör. W. U. II, 299.

s. a. Cuno de Aschusin schenkt dem Kloster Amorbach Einkünfte in Marlach, Winzenhofen und Stedenbach (Steppach bei Schwaigern bad.). W. F. 1857, 300.

1214. Bischof Otto v. Würzburg beurkundet, daß Konrad v. A. dem Kloster Schönthal den Hof zu Gummersdorf sammt dem Wald Forst geschenkt habe. W. U. III, 9.


b) Dienstmannen.

1234. Heinrich v. Aschusen Schiedsrichter im Streit zwischen Engelhard von Berlichingen und Schönthal. W. U. III, 338.

1245. Ramung de Aschusen Bürge für Konrad v. Krautheim. Wib. 2, 252, cfr. W. U. 2, 158 a. 1222.

| 1251. Beringer (wahrscheinlich zu lesen Ramung de A.) Zeuge. Wib. 4, 13.


Albert. 1267 30. Sept. Zeuge für Konrad v. Schweinberg Staatsarch. 1278 8. Sept. für Wolfrad v. Eberstein, ib. 1287 A. Leygasts Sohn Zeuge für Diether von Berlichingen, Staatsarch. 1295 27. Sept. gibt mit seiner Gattin Adelheid, seinen Söhnen Albert und Konrad seine Einwilligung zum Verkauf von Gütern zu Westernhausen, Urhausen und Erlenbach durch Heinrich v. Bartenstein und seine Gattin Adelheid, Alberts Tochter, an Schönthal, Staatsarch. 1299 23. April s. Westernhausen. 1301 28. Dez. Zeuge für Diether v. Nagelsberg, Staatsarch. 1302 1. Mai für die Grafen v. Flügelau, W. F. 8, 79. 1311 Apel und Götz, Edelknechte, Zeugen für Hein. v. Bieringen. Siehe Ober-Ginsbach. 1311 26. Dez. verkaufen A. und Konrad 3 Pfd. Gülten zu Merchingen an Schönthal, Staatsarch. 1313 15. Jan. dieselben verkaufen die Dürneschen Lehen zu Benzenweiler und Selhach an Schönthal und tragen dafür Rupert v. Dürne all ihren Besitz zu Aschhausen außer Burg, Burgberg und Wald Burgklinge zu Lehen auf. A. und seine Gattin Guta verzichten vor dem Landvogt Engelhard von Ebersberg auf die verkauften Güter, Morgengabe der Guta, Staatsarch. und Bauer. 1324 A. und sein Sohn Konrad verkaufen an Schönthal ein Gut zu Merchingen für 17 Pfd., Staatsarch.

Bartholomäus. 1474 von Hohenlohe mit Assamstadt belehnt (Öhr. Arch.). 1475 hohenlohischer Diener, Hans. 1, 590.

Fritz (s. H. v, Bieringen) verkauft mit Elisabeth v. Helmstadt, seiner Gattin, eine Wiese, zur Mühle in Winzenhofen gehörig, an die Gebrüder Pfal, Staatsarch. 1379 Theilnehmer am Ritterbund zum Greifen, Arch. f. Unterfr. 14, 262.

Georg und sein Bruder Hans belehnt 1476 von Mainz, Staatsarch., verkaufen 1476 eine Wiese auf Mark Westernhausen, ib. 1477 kaufen Güter von Phil. und Wilh. v. Brubach, Staatsarch. 1479 werden durch Abt Johann v. Amorbach mit Wilhelm v. Rechberg wegen Erlenbach vertragen. Die Obrigkeit zu Erlenbach gehöre nach Krautheim, die Cent nach Ballenberg, Zeitschr. f. Oberrh. 24, 74. Georg, † 1480 Donnerstag nach praesent. Mariä (Bauer).

Gottfried, Götz macht mit seinen Brüdern Heinrich und Wilhelm 1315 30. März Burg Aschhausen zum Mainzer Lehen für 133 fl. und verspricht, Erzbischof Peter gegen die Herzöge v. Österreich zu dienen, Gud. cod. dipl. 3, 121. 1316 Nürnberg, Donnerstag vor Mitfasten, verschreibt Kaiser Ludwig Konrad Pfal v. Aschhausen und den Brüdern Götz, Wilhelm und Heinrich 100 M. Silber für ihre Dienste gegen Österreich, Staatsarch. ? 1316 G. stiftet mit seiner Gattin Anna von Wittstadt die Kirche in A., Schönh., Krautheim 82. 1326 trägt seiner Mutter 1/2 Zehnten zu Wickenhofen (Winzen- oder Crispenhofen?) und 1/3 Zehnten zu Diebach, Biedermann, Odenwald 369. 1336. 1343 s. Wilhelm und 1336 s. Agnes und 1350. 1362 s. Heinrich. 1346 Götzen Witwe Adelheid soll ihrer Kinder Vormund bleiben, Staatsarch. 1343 verkauft 3 Morgen Wiesen zwischen Merchingen und Kessach an Schönthal, Staatsarch., ebenso 1350 mit Alhus, seiner Gattin, Wilhelm sein Sohn und Hedwig, dessen Gattin Güter in Horrenbach (bad.) an Schönthal. Bürgen seine Brüder Wilh. und Heinr. der jüngere, ib.| 1353 Bürge für Konrad v. Thalheim, ib. 1358 für Heinrich v. A., ib. 1365 kauft 31/4 Morgen Wiesen von Konrad v. Hartheim, ib. 1366 G. der jüngere kauft von Hedwig, Wilhelms Witwe, 1/3 des Holzes zu A., ib. 1366 G. und Anna v. Wittstadt seine Gattin verkaufen Güter zu Schüpf und Wittstadt an Schönthal, Staatsarch. 1374 G. Wilhelm Sohn verkauft an G. Götzen Sohn Zehnten in Merchingen (B.). 1383 s. Altkrautheim. 1384 Götz der jüngere verweist seine Gattin A. v. Wittstadt auf Güter in Merchingen und Ober-Ginsbach (B.). 1385 streiten Schönthal und Götz wegen Güter in Orendelsall. Otto v. Heldriet, Landrichter in Franken, entscheidet gegen Götz, Staatsarch. 1386 G. und Herolt Bürgen für Hans Eisenhut (B.). G., Amtmann zu Ballenberg, erhält Erlaubnis von Erzbischof Johann v. Mainz, seine Gattin Anna v. Wittstadt auf das Viertel der Burg Aschhausen zu verweisen, welches er von den v. Bieringen gekauft, Staatsarch. 1402 G. siegelt für Hans Eisenhut, Staatsarch. 1406 G., Amtmann zu Krautheim, wird mit den Weiden und den Placken (Flecken – plaga) jenseits der Jagst zu Krautheim belehnt (B.). 1407 G. kurmainzischer Rath, Mon. Zoll. VI, Nr. 395. 1411 s. Ober-Ginsbach. 1413 s. Buchenbach. 1415 Adelheid Pfälin, Witwe Hans Eisenhuts, übergibt G. all ihr Eigenthum gegen einen Leibgeding, Staatsarch. 1425 G. belehnt mit dem Hof zu Assamstadt, 1/6 am Zehnten und 3 Gütern, wie sie sein Vater gehabt, von Graf Albrecht v. Hohenlohe, Öhr. Arch. 1430 ebenso belehnt von Kraft v. Hohenlohe, Öhr. Arch. 1431 Anselm von Rosenberg und Götz im Streit über das Gericht zu Merchingen. Unter den Schiedsrichtern Beringer von Urhausen. Götz hat 1/8 + 1/6 + 1/6 am Gericht daselbst, wovon das letzte 1/6 ihm von Leigast geworden, die Herren von Schönthal haben 1/8 + 1/6 (B.). 1434 Anna v. Wittstadt übergibt ihrem Sohn G. ihren Theil am Schloß A. gegen ein Leibgeding, Staatsarch. 1437 Graf Johann v. Wertheim gestattet G., seine Gattin Kath. Göler von Ravensberg auf 1/2 Zehnten zu Merchingen und den ganzen Zehnten zu Oberndorf, wertheimer Lehen, zu verweisen (B.). 1446 Bürge für Hermann und Georg v. Neuenstein (Berlich. Urk.). 1446 G. und Katharine Göler quittiren ihrem Schwager Martin Göler den Empfang von 450 fl. (B). 1451 hohenlohischer Vogt zu Öhringen, Hans. I, 590, verkauft 1/4 vom großen und kleinen Zehnten zu Klepsheim an Marg. v. Masselhausen, Schönhut, Krautheim S. 73. 1452 von den Ganerben zu Widdern zum Obmann erwählt (Jagsth. Arch.). 1461 siegelt für Stefan Endres, Pfarrer zu Aichhausen, Staatsarch. 1465 schlichtet einen Streit des Kloster Schönthal mit Ober-Ginsbach, Mone Quellen 3, 159, und mit den Herren von Berlichingen wegen Wässerung zu Ober-Kessach, ib. 1578 Götz, Amtmann zu Lauda, 1572 Deutschordensmarschall zu Mergentheim. Gattin Brigitta Zobel v. Giebelstatt s. Bieringen. Hans. 1481 Diener Krafts von Hohenlohe, Hans. II, 321. 1472 im Streit mit Abt Bernhard v. Schönthal wegen seines Stiefsohns Cuno v. Düren, Staatsarch. 1474 mit den wertheimer Lehen zu Merchingen und Oberndorf belehnt (B.). 1476 mit Assamstadt belehnt, Öhr. Arch. 1484 verschreibt Apollonia v. Ehrenberg, seiner Gattin, 1000 fl. 1486 überläßt Schönthal seinen Theil am Zehnten zu Winzenhofen gegen ein Fuder Heu und verkauft 2 Wiesen zwischen Winzenhofen und Westernhausen an Schönthal (Staatsarch.) und seinen| Zehnten zu Crispenhofen an Hohenlohe, Wib. 1, 137. 1487/9 wird vertragen mit der Gemeinde Erlenbach wegen des Frohndienstes (B.). 1494 verkauft 2 Theile des Zehnten zu Winzenhofen an Schönthal, Staatsarch. 1495 verehlicht sich mit Marg. v. Berlichingen, Jagsth. Arch. 1498 Mittwoch nach St. Pauli conv. gestorben (B.).

Hans Jörg, nachgeborener Sohn des Hans, hat zu Vormündern Götz v. Berlichingen und Joh. Fabri, Keller zu Buchen, Staatsarch. Seine Mutter ehlicht 1503 Martin v. Sickingen, der 15 Jahre lang das Schloß A. inne haben darf, Staatsarch. 1518 von Hohenlohe (Öhr. Arch.), 1519 von Mainz belehnt (B.), nimmt er an der Fehde des Hans Thomas v. Absberg Theil und ist einer der ärgsten Raubritter Frankens (Baader, Absberg). 1523 wird er seines Besitzes in A. vom schwäbischen Bund beraubt und Aschhausen zerstört (Baader, Absberg), kämpft im Bauernkrieg mit Ruhm (Pfaff), † 1531, hinterläßt 3 Kinder Hans Götz, Wolf Dietrich und Phil. Jakob. Seine Witwe Barbara v. Rosenberg ehlicht Hans v. Ehrenberg, Staatsarch. Seine Kinder erlangen gegen Revers die väterlichen Güter wieder.

Hans Gottfried, Hans Jörgs Sohn, geboren 1511, erschossen 1533, vermählt mit Apollonia von Ehrenberg, Aschh. Denkmal und Staatsarch.

Hans und Götz, die Söhne Hans Gottfrieds, erwerben 1561 das Pfarrlehen zu Merchingen von Thomas von Berlichingen, 1564 Hans von Albrecht v. Adelsheim seinen Theil am Schloß Adelsheim, Dorf Hedigbeuren und den Hof Wimmersbach (B.). 1564 theilen Hans und Götz. Hans erhält Merchingen, Zinse und Gülten etc. in beiden Ginsbach, Zinse in Krautheim, Klepsheim, Assamstadt, großen und kleinen Zehnten, Sommerhühner und anderes zu Ober-Wittstadt, Gottfried Schloß Aschhausen, Oberndorf mit Zugehör, Zinse und Gülten zu Erlenbach, Marlach, Winzenhofen, zahlt aber an Hans noch 3000 fl. (B.). 1569 Hans Amtmann zu Röttingen und Nagelsberg, kauft Benzenweiler von Schönthal, Staatsarch. 1570 verkauft seinen Zehnten zu Lustbronn an den Deutschorden (B.). 1573 kauft v. Schweiker von Dührn das Schloß Liesberg (B.).

Hans Erasmus, Sohn von Hans und Anna v. Giech, bambergischer Hofjunker, entleibt 27. Dez. 1583 zu Bamberg einen Weißgerbergesellen, zahlt 1584 an die Verwandten 110 fl. und verehlicht sich 1586 mit Katharina v. Rheinberg (B.).

Hans Bernhard erstochen zu Jena 1615, Biedermann, Odenwald.

Heinrich sen., advocatus 1290 7. Nov., mit seinem Sohn Friedrich Zeuge für Gottfried v. Schweinberg, Staatsarch. 1302 Rupert v. Dürne eignet auf Heinrichs Bitten dem Pfarrer zu Westernhausen ein Gut zu Merchingen, Staatsarch. 1303 verkauft ein Gut zu Merchingen, sein Bruder Sigemar eines zu Benzenweiler an Schönthal. Zum Ersatz geben die Brüder Rupert v. Dürne die Mühle zu A. und 18 Schill. von den Gütern Heinrichs von Rosseriet zu Lehen, W. F. 1847, 26; Schönhut, Schönthal 54. 1307 23. Juli Schiedsrichter für Boppo v. Eberstein, Aschbach, Gr. v. Wertheim II, 64. 1315 s. Götz. 1322 kauft Konrad v. Vinsterlohe 1/4 Zehnten von Laudenbach von den Gebrüdern von A., Biedermann, Altmühl 246. 1329 s. Unter-Ginsbach und Schiedsrichter im Streit der Herren v. Weinsberg, Öhr. Arch. 1345 und 52 siegelt für Konrad v. Sindringen, seinen Schwager| und dessen Gattin Hedwig, seine Schwester, Wib. 2, 194. 199. 1349 15. Jan. verkauft an Engelhard v. Weinsberg den langen Müller Konrad auf der Überschlagsmühle zu Kocherdürn um 12 Pfd., Öhr. Arch. 16. April 1/6 des Zehnten zu Winzenhofen an Götz v. Berlichingen (Staatsarch.). 1350 Zeuge für Götz v. A. (Staatsarch.). 1353 Zeuge für die Pfarrei Aschhausen (B.). 1358 verkauft mit seiner Gattin Margarete einen Wald in der Burgklinge und 2 Morgen Äcker bei Aschhausen, Schönhut 87. 1362 mit seinen Töchtern Gutta und Katharina 1/6 am Zehnten zu A. an Götz, Götzen Sohn. Sig. Wilh. v. A. und Götz. Wilhelms Sohn, Staatsarch. 1363 10. Nov. bezeugt, daß Eberhard v. Merchingen und seine Söhne eine Wiese zu Hessenthal an das Kloster Schönthal gegen eine andere in Aschhausen vertauscht haben, ib. 1364 kauft die Jagstmühle zu Marlach von Konrad v. Marlach, ib.

Herolt, Wilhelms Sohn, verkauft 1375 an seinen Vatersbruder Götz seinen Theil am Steinhaus in der Burg A. um 51 fl. und 55 Pfd., Staatsarch. 1380 Hedwig v. Neuenstein, genannt v. Aschhausen, ihre Kinder Raban, ein Deutschherr, Herolt v. Aschhausen, Elisabeth von Hamenstein und Anna verkaufen an das Stift Öhringen ihr Viertel an einem Hof zu Obersöllbach, Öhr. Arch. 1407 Zeuge, Wib. 2, 216.

Johann Gottfried, geb. 1575, Domherr zu Bamberg und Würzburg, 1593 Dechant der Stifte Komburg und Haug, 29. Juli 1609 Bischof zu Bamberg, 15. Okt. 1617 zu Würzburg, Nachfolger und Geistesgenosse Bischof Julius Echters, Gründer des Jesuitenkollegiums zu Bamberg, stirbt auf dem Reichstag zu Regensburg 29. Dez. 1622, Biedermann, Odenwald 370. 1605 verkauft er mit seinem Bruder Phil. Herm. für 8800 fl. Frucht und Gült zu Oberndorf, 2/3 am Sershof, 180 Morgen Wald an Konrad v. Wernau, Staatsarch. Dieselben an Bischof Julius und seinen Spital 240 fl. jährliche Renten um 4800 fl., Staatsarch., beabsichtigen, Aschhausen an Mainz zu verkaufen. Tagebuch seiner Reise nach Rom ed. Häutle, Publik. des lit. Vereins 1881. Johann Gottfried, Phil. Heinrichs Sohn, der letzte des Stamms, 1643 15jährig und von Hohenlohe belehnt, Hans. II, 258, verehlicht mit Maria Magdalena Zobel, † 1657 10. April und begraben in der Kirche zu Aschhausen.

Konrad. 1273 Zeuge für Rupert v. Dürne, Gud. 3, 691. 1273 8. Sept. C. Leitgast für Wolfrad v. Eberstein, Staatsarch. 1288 2. Juli in einer Urkunde Bischof Mangolds v. Würzburg, Wib. 3, 75. 1236 C. dict. Leitgast miles, Konrad, Sigemar, Gerhard, seine Söhne, Zeugen bei der Verhandlung auf der Wiese unter Schloß Aschhausen (Bauer). S. Albert 1324. 1331 Konrad und Apelo v. A. Zeugen, Gud. 3, 122. 1335 C. und seine Gattin Elsbeth verkaufen Walter Großen Gut (wo?) an Kloster Schäftersheim, Wib. 2, 330, Öhr. Arch. 1337 C. und seine Gattin Guta verkaufen ein Gut zu Mannbrunn an Schönthal, Staatsarch. 1342 C. und Elsbeth seine Gattin verkaufen Erlewin, Bürger in Heilbronn, 1 Pfd. Hellergült auf einer Hofrait zu Weinberg, gelegen auf dem Wiwer bei Langenbeutingen OA. Öhringen, Bürge sein Bruder Heinrich (B.). 1345 Konrad der ältere beerbt von seinem Schwager Konrad v. Sindringen (B.). 1360 13. Juni C. und Elsbeth seine Gattin verkaufen Gülten zu Hall an| Heinr. Stopfel, Bürger zu Hall (Staatsarch.), und zu Westheim (B). 1362. 1369. 1370 Konrad, Dentschordenskommenthur zu Ellingen und Pfleger der Ballei Franken, Reg. boic. 9, 66. 241. 1406 s. Diebach. 1413 verträgt sich mit Wilh. v. Stetten, Stett. Urk. 1418 s. Ober-Ginsbach.

Leigast s. Albert 1287. Konrad 1278. 1286. 1393 L. v. A., Götz v. Adelsheim, Cunz v. Berlichingen, Herolt, Götz v. A., Hans und Heinr. v. Bieringen, Hans v. A. (mit dem Vogelwappen). Wilhelm und Eberhard v. Angelach schließen einen Burgfrieden zu A., soweit der Hag geht (B.). 1397 25. Oktober siegelt für Walter Wolz von Merchingen, Staatsarch. 1398 29. Sept. verkauft 30 Schill. und eine Henne aus dem Gut Königslehen zu Merchingen an Schönthal. 10. Nov. obiit Dom. Leytgast de A. qui dedit 10 solid. (an den Deutschorden in Mergentheim), W. F. 6, 90.

Peter v. Asthausen 1341 Konventuale in Wimpfen, W. F. 9, 108, 309.

Philipp Heinrich, Domherr zu Würzburg 1585, resignirt 1594, vermählt sich mit Maria v. Guttenberg, Burgemeister 1, 648. 1621 würzburgischer Rath und Pfleger zu Veldenstein, Hans. II, 189.

Tirolf s. Dörzbach 1307.

Wilhelm s. Götz 1315 und 1316. 1319 3. Juli kauft Wilh. v. Aschhausen und Elisabeth seine Gattin vom Kloster Komburg Güter und Gülten zu Erlenbach, Krautheim, Ginsbach, Ober- und Unter-, und Ebersthal um 142 Pfd. Zeugen Heinrich v. A. und die Brüder Albert und Konrad, Staatsarch. 1336 verkauft er und Götz sein Sohn an Schönthal Gülten zu Kleversulzbach, Erlenbach, Eberstadt. Bürgen Götz und Heinrich seine Brüder, Staatsarch. 1336 W. und Heinrich Zeugen für die v. Dörzbach, Wib. 2, 189. 1343 27. Jan. W. und Christine, seine Gattin, verkaufen mit ihrem Sohn Götz an die Kirche zu Bieringen 2 Wiesen zwischen Bieringen und Westernhausen. Bürge Götz, Ritter, und Heinrich, Edelknecht, seine Brüder, Staatsarch. 1356 s. Siegelhof. 1370 Wilhelm und Hans verkaufen an ihren Bruder Götz 1/4 des Zehnten zu Merchingen (Pfaff).

Adelheid v. Aschhausen verkauft 1333 Gülten von der Mühle zu Hochhausen (an wen?[ER 1] Bauer, Baden II, 2). 1356 Adelheid, Witwe Götz v. A., schließt mit ihrem Stiefsohn Wilhelm einen Erbvertrag. Staatsarch.

Agnes. 1336 27. Juni Friedrich von Ussigheim und seine Gattin Agnes v. A. verkaufen dem Kloster Schönthal Gülten zu Erlenbach für 94 Pfd. Bürgen Götz und Heinrich Gebr., Staatsarch.

Anna v. A. s. Dörzbach 1406. 1487.

Cäcilia v. A. erhält von Kardinal Raymund Ablaß für eine Türkensteuer, Staatsarch. Elisabeth von A. und ihre Kinder verschreiben sich wegen des Fuders Weins, welches der Klause zu Neunkirchen alljährlich von 18 Morgen Weinberg zu Althausen werden soll, Staatsarch.

Eva v. A. wird von ihrem Gatten Helfant v. Giech zu Liesberg und Zotmannsdorf 1558 mit 3500 fl. auf Zotmannsdorf verwiesen, Staatsarch.

Margareta. 1329 Nonne in der Klause zu Neunkirchen, OA.Beschr. Mergenth. 656, † 16. Aug. W. F. 6, 80.


| Ottohausen, Ottenhaus, schon 1564 öde, hatte eine Markung von 132 Morgen. Der Zehnte gehörte 1564 den Herren von Aschhausen, wurde mit Aschhausen von Mainz an Schönthal verkauft sammt hoher und niedriger Obrigkeit, W. F. 7, 367, Schönth. Jurisdict.-Buch. 1303 eignet Rupert v. Dürne dem Kloster Schönthal mit den in Merchingen und Benzenweiler erworbenen Güter ligna rubi in der Martinsklinge, rubum in Surtal, Eltingsberg et rubum dictum zu Ottenhusen. Kremer, Chron. v. Schönth.



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