BLKÖ:Schlik, Hieronymus (II.)

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 30 (1875), ab Seite: 110. (Quelle)
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24. Hieronymus [111] (II.) (geb. 1494, gest. 1550), von der Schlackenwerther Linie; ein Sohn Caspar’s (II.) [S. 107, Nr. 5] und Elisabeth’s von Gutenstein. Seine Herrschaften Wintiřov und Radonitz vertauschte er im Jahre 1533 an seinen Vetter Albert aus der Ellbogner Linie gegen Ellbogen, das aber im Jahre 1547 an die königliche Kammer kam. Hieronymus war in den Jahren 1524 und 1540 Burggraf zu Eger und im Jahre 1547 auf dem Landtage Commissär zur Regulirung des Münzwesens. Im Schmalkaldischen Kriege hatte Hieronymus auf das Schloß Ellbogen sächsische Truppen aufgenommen. Als es darauf nach der Mühlberger Schlacht (24. April 1547), durch welche der Kaiser den Sieg errang über Johann Friedrich Churfürsten von Sachsen, worauf der schmalkalden’sche Bund und mit ihm die politische Macht des evangelischen Deutschland gebrochen wurde, von den Kriegsvölkern Ferdinand’s I. eingenommen ward, mußte Hieronymus in dem Pönfalle des Jahres 1547, 14. August, zu Prag einen Revers unterzeichnen, mit welchem er Schloß und Herrschaft Ellbogen an die kön. Kammer abtrat. Von Hieronymus ist eine Medaille vorhanden, welche ihn im Brustbilde im Alter von 49 Jahren (1544) zeigt und welche in der „Beschreibung der böhmischen Privatmünzen u. s. w. auf Tafel LI, unter Nr. 431, abgebildet ist. Ueber den von ihm gestifteten Nebenzweig der Schlackenwerther Linie vergleiche die l. Stammtafel. –