Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Pummerer, Anton Georg
Band: 24 (1872), ab Seite: 81. (Quelle)
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Pund, Franz (Maler, geb. zu Schleis bei Marienberg in Tirol im Jahre 1760, gest. zu Wien im Jahre 1784, nach Anderen 1785). Der Sohn eines Müllers, erlernte er die Malerei zuerst bei Hieronymus Podevi zu Schlanders, von dem er nach kurzer Zeit zu Jacob Zeiler, einem geschickten Maler in Reute, überging, bei dem er bald tüchtige Fortschritte machte. Von da begab er sich nach Wien, um sich auf der Akademie der bildenden Künste fortzubilden, aber daselbst ereilte ihn im Alter von erst 24 Jahren der Tod. Er starb zu jung, um die Erwartungen zu erfüllen, zu denen sein schönes Talent berechtigte. Man rühmt seinen Oelbildern trefflichen Ausdruck und Seele nach, in der Zeichnung seiner Köpfe war er fest, Schatten und Licht vertheilte er mit großem Geschicke, auch sein Colorit besaß viel Wahrheit und Stärke, aber nicht genug Saft und Reinlichkeit. Von äußerst liebenswürdigem Charakter, war er ein gerngesehener Gesellschafter und ein trefflicher Sänger, ohne jedoch Unterricht in der Musik erhalten zu haben.

(Leman), Tirolisches Künstler-Lexikon (Innsbruck 1830, 8°.) S. 200. – Staffler (Johann Jac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felic. Rauch, 8°.) Bd. I, S. 167. – Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XII, S. 115.