Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 455. (Quelle)
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Márki, Joseph (Pädagog und Fachschriftsteller, geb. zu Kecskemét im Jahre 1815). Sohn bürgerlicher und katholischer Eltern. Besuchte in seinem Geburtsorte die Elementar- und bei den barmherzigen Brüdern daselbst die Mittelschule, worauf er sich nach Pesth begab, dort die philosophischen und juridischen Studien beendete, und aus beiden in den Jahren 1836 und 1842 die Doctorwürde erlangte. Im letztgenannten[WS 1] Jahre wurde er Gemeinde- und Wechsel-Advocat, fand aber an der Rechtspraxis wenig Behagen und suchte eine Professur zu erlangen. Im Jahre 1842 erhielt er auch eine solche aus der Zoologie und dem Bergrecht an der Preßburger Akademie. Als aber schon im folgenden Jahre in mehreren Orten königliche Präparandien errichtet wurden, bewarb sich M. für jene zu Pesth und erhielt dieselbe. Seit 1. October 1844 ist M. in seinem Lehramte thätig, in welchem er auch als Schriftsteller wirkte. Die von ihm herausgegebenen Schriften sind: „Nevelés tan“, d. i. Erziehungslehre, ein Auszug aus Johann Szilasy’s „Nevelés tudománya“, d. i. Erziehungskunde; – „Módszertan“, d. i. Methodenbuch, hauptsächlich nach dem Wiener Methodenbuche bearbeitet; – „Betü és kis olvasókönyv“, d. i. Buchstabir- und kleines Lesebuch; – „Olvasástan“, d. i. Lesemethode; – „Számvetés, Terményleirás, Jobbágytörvény, Emberian“, d. i. Mathematik, Productenbeschreibung, Lehenrecht, Anthropologie, im Buche für Volksschulen[WS 2], das er mit seinem Collegen Zimmermann redigirte; – endlich „Szivképzö költemények“, d. i. Herzbildende Gedichte. 1 Heft; – Peter Szapáry; – „Hunyady és Kapisztrán“, zwei Novellen in Versen. Mehrere kleinere pädagogische Aufsätze verschiedenen Inhalts, wie z. B. „Die Bemerkungen über die k. k. Präparanden-Schulen, mit Rücksicht auf jene von Pesth“, sind in verschiedenen Schul-, Erziehungs- und Jugendblättern enthalten.

Magyar irók, wie oben, S. 312.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: letztgenanten.
  2. Vorlage: Volsschulen.