Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 355. (Quelle)
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Außer den Obigen sind noch folgende Locatelli bemerkenswerth:

1. Anton, ein Kupferstecher (geb. zu Alvisopoli bei Venedig) und Zeitgenoß, der in Mailand lebte und dessen Blatt „Daniel in der Löwengrube“, nach Rubens, im J. 1833 von der Mailänder Akademie der bildenden Künste mit dem Preise gekrönt wurde. Er war ein Schüler von Morghen und Longhi und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Mailänder Kunstakademie. Er hat nach Palagi’s Zeichnungen die Umrisse zu Visconti’s sämmtlichen Werken, im Ganzen 600 Tafeln, gestochen; außerdem aber sind von ihm folgende größere und ausgearbeitete Blätter bekannt: „Die heilige Jungfrau mit dem Kinde“, nach Palagi (Fol.); – „Das Bildniß des Dichters Joseph Parini“, nach R. Albertolli. Auch stach er nach Horace Vernet eine Sammlung von Pferderacen, welche im Jahre 1826 in Mailand bei den Gebrüdern Sonsogno unter dem Titel: „Il perfetto Cavalliero, opera corredata da stampe miniate rappresentanti le varie specie di cavalli“, 5 tomi (4°.), erschien, weßhalb ihn auch Schrader-Hering in das „Biographisch-literarische Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder u. s. w.“ (S. 254) aufnahmen. [Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, Fleischmann, 8°.) Bd. VII, S. 569. – Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860, Ebner u. Seubert, gr. 8°.) Bd. II, S. 609. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen und New-York, Bibliograph. Institut, gr. 8°.) Erste Auflage, Bd. XIX, Abtheilung 1, S. 689, Nr. 3.] –