Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 13 (1865), ab Seite: 110. (Quelle)
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Außer den bisher angeführten Künstlern des Namens Krafft ist noch zweier zu gedenken:

1. Amalie Kraft (geb. zu Dresden um das Jahr 1840). Betrat im Jahre 1855 in Hamburg zum ersten Male die Bühne. Für den Gesang gebildet, wirkte sie in der Oper und gefiel. Eine schwere Krankheit nöthigte sie, ihre Stimmmittel zu schonen, und so ging sie [111] von großen Opernpartien zu kleinen über und wirkte am Wilhelmstädter Theater in Berlin im Jahre 1858 als Soubrette. Noch sang sie zwei Jahre in der Oper auf der Hofbühne zu Cassel, bis der gewandte und erfahrene Director Maurice ihre eigentliche Stärke erkannte, sie für seine Bühne in Hamburg gewann, seit welcher Zeit sie dem heiteren Genre, der Operette, dem Lustspiele und der Posse, sich zuwendete. Im Jahre 1864 wurde sie Mitglied des Carl-Theaters in Wien, wo sie in der Operette, die auf dieser Bühne unter Offenbach’s Direction blüht, mit großem Erfolge wirkl. In Offenbach’s „schönen Weibern von Georgien“ hat sie durch ihre Stimme wie durch ihr vortreffliches Spiel sich bald zum Lieblinge des theaterbesuchenden Publicums gemacht, so daß sie, wie ein Wiener Witz treffend sagt, die eigentliche „Zugkraft“ für das Carl-Theater ist. [Waldheim’s Illustrirte Blätter (Wien, gr. 4°.) 1864, Nr. 43, S. 343 (S. 337 ihr Porträt). – Presse 1864, Local-Anzeiger zu Nr. 289 u. 290.] –