BLKÖ:Firmian, Leopold Max Graf

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 4 (1858), ab Seite: 234. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Leopold Maximilian von Firmian in der Wikipedia
Leopold Maximilian von Firmian in Wikidata
GND-Eintrag: 136285120, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Firmian, Leopold Max Graf|4|234|}}

Firmian, Leopold Max Graf (Erzbischof von Wien, geb. zu Trient 1766, gest. zu Wien 29. Nov. 1331). Erhielt [235] nach beendeten theolog. Studien die Priesterweihe (1792) zu Salzburg, wurde Domherr daselbst und zu Passau, 1797 Weihbischof des Fürst-Erzbischofs Grafen Thun zu Passau, 1800 Bischof in Levant, u. nach des Graf Colloredo, Erzbischofs von Salzburg, Tode, 1818 Administrator dieses Erzbisthums, bis ihn Kaiser Franz nach dem Ableben des Grafen Hohenwart, Erzbischofs in Wien, 1822 an dessen Stelle nach Wien berief, wo er im 66. Jahre seines Alters, im 35. seines Episcopates starb und in der St. Stephanskirche im großen Frauenchore nicht weit vom St. Antonius-Altare bestattet ist. Er wird irrig der „letzte Firmian“ genannt [vergl. d. Quellen].

Realis, Curiositäten- und Memorabilien-Lexikon von Wien (Wien 1846, Lex. 8°.) I. Bd. S. 436. – Nouvelle Biographie générale, publiée sous la direction de Mr. le Dr. Hoefer (Paris 1853) XVII. Bd. Sp. 745. – Oestr. Nat.-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 142. – Gräffer und nach diesem Andere nennen den Grafen Leopold Max den letzten des alten Geschlechtes der Firmiane; das ist unrichtig; denn noch leben die Nachkommen des Grafen Lactanz von dessen beiden Söhnen Graf Ernst u. Graf Leopold. – Porträt. Als Titelkupferporträt J. G. Bergmüller del. Jac. Andr. Fridrich sculps. A. Vind. Im Ornamentenschild, welches der Engel hält: Restauratori suo Munificentissimo Publicum gratitudinis Monumentum I Prud. Publ. Auf einem Gefäß daneben: Omnia cum grano. Auf dem von der Trompete des blasenden Engels flatternden Tuche: Documenta damus qua simus origine. Ein schönes allegorisches figurenreiches Blatt, kl. Fol.