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Titel: Altes und neues
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aus: Die Gartenlaube, Heft 9, S. 147
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[147] Altes und neues. Zu den geringfügigsten und in Haus und Familie doch unentbehrlichsten Gegenständen gehört zweifellos die Stecknadel, jenes winzige Geräth, das im Einzelnen fast werthlos, in der großen Menge aber, in welcher es verbraucht wird, immerhin einen nicht zu unterschätzenden Konsumartikel bildet. Wo Metallnadeln zuerst in Gebrauch waren, ist nicht festzustellen, obwohl man nadelähnliche Gegenstände nicht selten bei Ausgrabungen aus der Bronzezeit findet. Aber sie besitzen nicht die Kleinheit und Zierlichkeit unserer heutigen Nadeln, was bei den mangelhaften Hilfsmitteln der vorgeschichtlichen Völker nicht zu verwundern ist. Um so mehr mußte es überraschen, als man bei Durchforschung der unterirdischen Tempelgänge, Grotten und Begräbnißkammern des alten, jetzt seit länger als zweitausend Jahren in Trümmern liegenden, einst so mächtigen Theben Stecknadeln fand, die eine erstaunliche Aehnlichkeit mit unseren heutigen Nadeln dieser Art haben. Sie besitzen dieselbe Länge, denselben Kopf und sind aus ähnlichem Metall wie unser Messing gefertigt: ein Beweis, wie weit die Kultur der alten Aegypter schon vorgeschritten war. Im Alterthumsmuseum des Louvre zu Paris sind 25 Stück solcher Nadeln aufbewahrt; sie sind so sauber gearbeitet, daß man über die Geduld und Geschicklichkeit ihrer Verfertiger staunen muß, wenn man berücksichtigt, daß diese Nadeln ein Alter von mehr als dreitausend Jahren besitzen.