ADB:Vogt, Paul Friedrich Immanuel

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Artikel „Vogt, Paul Friedrich Immanuel“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 192, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vogt,_Paul_Friedrich_Immanuel&oldid=- (Version vom 1. Dezember 2020, 19:34 Uhr UTC)
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Vogt: Paul Friedrich Immanuel V., Chirurg, wurde am 3. Febr. 1844 als der Sohn eines Professors der Theologie in Greifswald geboren und machte hier mit Ausnahme einiger in Tübingen verbrachten Semester seinen ganzen Bildungs- und Lebensgang durch. Er studirte seit 1861, erlangte 1865 die Doctorwürde, war Assistent an der chirurgischen Klinik unter Bardeleben und Hüter, habilitirte sich im Juli 1869 als Privatdocent für Chirurgie, wurde 1873 außerordentlicher und 1882 ordentlicher Professor, zugleich als Nachfolger des verstorbenen Hüter Director des Krankenhauses und der chirurgischen Klinik. Doch war er in dieser Eigenschaft nur kurze Zeit thätig, da er an den Folgen des Diabetes bereits am 5. Juli 1885 durch Herzschlag endete. Von litterarischen Arbeiten Vogt’s, der ein tüchtiger Operateur war, erwähnen wir vor allem seine Darstellung der „Krankheiten der oberen Extremitäten“ (in der deutschen Chirurgie von Billroth und Lücke); ferner das selbständig erschienene Werk: „Die Nervendehnung“ (Leipzig 1877); „Ueber acute Knochenentzündungen in der Wachsthumsperiode“ (Volkmann’s Sammlung klinischer Vorträge); „Mittheilungen aus der Greifswalder Klinik“ (Wien 1884). Dazu kommt eine Reihe kleinerer Zeitschriftenaufsätze und von ihm inspirirter Dissertationen, wie: „Ueber die Therapie des Klumpfußes mittelst Exstirpatio tali“, „Die Resection des fungösen Fußgelenks mit Exstirpatio tali“, „Ueber Ergotininjectionen bei Varicen“, „Ueber Fettembolie nach Kniegelenkresection“ u. a. m.

Vgl. Biogr. Lexikon etc. VI, 143.