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Artikel „Thorismund“ von Felix Dahn in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 38 (1894), S. 120, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Thorismund_(Ostgotenk%C3%B6nig)&oldid=- (Version vom 12. November 2019, 23:55 Uhr UTC)
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Thorismund, amalischer Ostgothenkönig c. a. 415–417, Sohn und Nachfolger des Königs Hunimund, eines Sohnes von Ermanarich. Seit 375 standen die Ostgothen zwar noch unter eigenen amalischen Königen, aber diese mußten die Oberherrschaft der Hunnen anerkennen: Versuche, sie abzuschütteln, scheiterten (s. Winithar): nur die den Mongolen sich fügenden Könige vermochten sich zu behaupten. Th. erfocht im zweiten Jahre seiner Herrschaft einen glänzenden Sieg über die Gepiden, starb aber bald darauf durch einen Sturz vom Pferd. Wenn die gothische Ueberlieferung das Volk diesen König so tief betrauern läßt, daß es 40 Jahre hindurch keinen Nachfolger wählt, auf daß sein Andenken unter ihm fortlebe, bis der junge Walamer (s. diesen), der Sohn seines Vetters Wandalar (s. diesen) herangereift sei, so verräth schon die für solchen Zweck viel zu lang bemessene Frist, daß die Sage hier etwas verhüllt: wahrscheinlich die Unterbrechung der Königsreihe durch unmittelbare Herrschaft der Hunnenchane, die so lange keine Könige der Ostgothen duldeten.

Quellen und Litteratur: s. Theodemer, Walamer und Widemer: vgl. den Stammbaum der Amaler: Könige der Germanen II.