ADB:Scheve, Heinrich

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Scheve, Heinrich“ von Rochus von Liliencron in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 31 (1890), S. 158, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Scheve,_Heinrich&oldid=- (Version vom 7. Juni 2020, 01:04 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Scheurlin, Georg
Band 31 (1890), S. 158 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich Scheve in der Wikipedia
GND-Nummer 119819066
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|31|158|158|Scheve, Heinrich|Rochus von Liliencron|ADB:Scheve, Heinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119819066}}    

Scheve: Heinrich S. (Scheveus, Scaevius, Scheeve, Schaefe) Humanist, geb. in der Nähe von Cloppenburg im Saaterland (Großh. Oldenburg) im 7. oder 8. Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, † zu Frekenhorst 1554 „im höchsten Alter“. Auf dem Gymnasium zu Osnabrück vorgebildet, begab er sich zu weiteren Studien nach Münster, wo sich um Rudolf von Langen (s. A. D. B. XVII, 659) an der Domschule ein Sammelpunkt der bedeutendsten norddeutschen Humanisten gebildet hatte. Sein Lehrer war hier der Rector Thymann Kemener. Er bekleidete dann zunächst das Pfarramt in Scharle im Münster’schen, ging aber später zur Fortsetzung seiner Studien zwischen 1510 und 1519 nach Köln. Hier wohl hörte er auch den Johannes Cäsarius (s. A. D. B. III, 689) und Arnold v. Wesel (s. A. D. B. I, 583) und trug seinerseits den Minoriten die schönen Wissenschaften vor, erwarb auch den Magistergrad. Später bekleidete er bis an seinen Tod ein Kanonikat in Frekenhorst, stets in eifrigem brieflichen Verkehr mit einem weitausgebreiteten Kreise von Humanisten. Reichhaltige Notizen über diese bilden den Hauptwerth seiner uns, wie es scheint, nur in einem einzigen Exemplar erhaltenen „Epistolae familiares et carmina“, 1519 zu Köln gedruckt. Eine zweite Sammlung „Epistolae quaedam et Epigrammata“ hat sich bisher noch nicht aufgefunden. Außerdem schrieb er eine „Mythologia Deorum et Heroum“, welche noch 1700 zu Stettin neu aufgelegt wurde und einige kleinere Dinge.

Vgl. Nordhoff in der Zeitschrift für preußische Geschichte u. Landeskunde. 1880, S. 653 ff.