ADB:Rumpf, Ludwig

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Rumpf, Ludwig“ von Wilhelm von Gümbel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 667, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rumpf,_Ludwig&oldid=- (Version vom 25. Oktober 2020, 19:45 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 29 (1889), S. 667 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ludwig Rumpf in der Wikipedia
GND-Nummer 119411962
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|29|667|667|Rumpf, Ludwig|Wilhelm von Gümbel|ADB:Rumpf, Ludwig}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119411962}}    

Rumpf: Ludwig R., ord. Professor der Mineralogie und pharmaceutischen Chemie an der Universität Würzburg, war am 22. November 1793 in Bamberg geboren, wo er auch seine Jugendbildung erhielt. Er studirte dann auf den Universitäten Göttingen, Erlangen und Landshut Medicin und Naturwissenschaften und habilitirte sich am 15. Juli 1824 als Privatdocent für Mineralogie an der Universität Landshut, wo er unter Fuchs bei Ordnen der Mineraliensammlung sich in bemerkenswerther Weise hervorthat. Bei der Verlegung der Universität von Landshut nach München ging R. an die Universität Würzburg über, um daselbst allgemeine Chemie und Pharmacie zu lehren. Dort wurde er auch 1830 zum außerordentlichen und 1836 zum ordentlichen Professor der Mineralogie ernannt. R. verlegte seine Hauptthätigkeit auf das Sammeln von Mineralien. Hierbei machte er sich namentlich durch eine beträchtliche Bereicherung und zweckmäßige Aufstellung der Mineraliensammlung der Universität, der er seine eigene schenkungsweise einverleibte, verdient. Schon frühzeitig betrat R. auch das Feld wissenschaftlich-publicistischer Thätigkeit durch das speculativ-naturphilosophische Werk: „Ueber Naturwissenschaft und naturwissenschaftliche Systeme, insbesondere Anwendung auf Anorganognosie und anorganognostische Systeme“, 1810. Es folgt dann eine längere Pause, während welcher Zeit er nur kleinere Abhandlungen publicirte, von mineralogisch-geologischem Inhalt, unter anderen: „Ueber Fährten im bunten Sandstein“, „Ueber Muschelkalk-Versteinerungen und Lettenkohlendolomit“ (N. Jahrb. f. Mineral. u. s. w., 1842, 450); „Ueber Thierfährten im bunten Sandstein bei Aura“ (das. 1843, 705); „Analyse des Trasses bei Monheim“ (das. 1844, 325); „Ueber bayerischen Schmirgel“ (Buchner’s Repert. f. Pharm. IV, 405). Auch war R. bei Schenk’s Flora von Würzburg durch Mittheilungen über die geologischen Verhältnisse der Umgegend von Würzburg betheiligt. Während der Vorbereitung zur Herausgabe eines seine gesammten Forschungen enthaltenden Werkes überraschte ihn der Tod am 17. Januar 1862 in Würzburg.

Handschriftl. Mitth.